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Tourismus in Schacht-Audorf : Ja zur Aussichtsplattform – Bedenken von Bürgern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Grünes Licht aus der Poltik für die Aussichtsplattform. Doch nicht alle sind für das Projekt.

von
erstellt am 21.Mär.2015 | 05:09 Uhr

Eine Aussichtsplattform, ein Restaurant direkt am Kanal, ein Hotel und ein erweiterter Wohnmobil-Stellplatz – wenn es nach Bürgermeister Eckhard Reese und der SPD-Fraktion geht, soll Schacht-Audorf touristisch aufgewertet werden. Bedenken gibt es allerdings von Seiten der CDU und ASW, wie die Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend erneut deutlich machte, die in kühler Atmosphäre mit sachlichen Diskussionen verlief.

„In Anbetracht unser nicht rosigen Finanzen können wir uns dieses Projekt nicht leisten“, erklärte Gerd Kähler, CDU-Fraktion und erster stellvertretender Bürgermeister, zur Aussichtsplattform. Dem hielt Reese entgegen: „Wir müssen etwas für die Zukunft unserer Gemeinde tun“. Seiner Meinung nach ist dies „kein Geld, das irgendwo versenkt wird, sondern es entsteht ein Mehrwert für unseren Ort.“ Anwohnerin Virgina Nagel wunderte sich: „Zahlreiche Bürger sind dagegen“, kommentierte sie die Plattform- und Restaurant-Pläne, wunderte sich jedoch, dass außer ihr öffentlich niemand die Bedenken vortrage.

Der Hotelstandort an der K  76 gegenüber dem Stellplatz wird im Zusammenhang mit der Bauleitplanung behandelt, erklärte Reese und leitete zum Thema Aussichtsplattform über. Für dieses Projekt werden Gesamtkosten von rund 580  000 Euro veranschlagt. Maximal 150  000 Euro wird die Gemeinde übernehmen, war kürzlich beschlossen worden, der Rest soll über Fördermittel finanziert werden. Das Geld werde auch nicht in diesem Jahr fällig, bemühte sich Reese, Bedenken von CDU und ASW zu zerstreuen, dass sich die Gemeinde dieses Projekt nicht leisten könne. Außerdem verfüge die Gemeinde über mehr als eine Millionen Euro Rücklagen. Es gehe jetzt um einen Grundsatzbeschluss, betonte der Bürgermeister, damit Fördermittel beantragt werden können. Mit den neun SPD-Stimmen wurde für die Planungen gestimmt, vier Gemeindevertreter votierten dagegen, zwei enthielten sich. „

Wir sehen uns das weiterhin an“, erklärte Meike Delfs von der ASW (Allgemeine Schacht-Audorfer Wählergemeinschaft) zu ihrer Enthaltung. Zu der Frage, ob ein Restaurant direkt am Nord-Ostsee-Kanal wirtschaftlich Erfolg haben könnte (also machbar wäre), legte Robert Cordes von der Kieler Firma Cordes und Rieger eine umfangreiche Studie vor. „Das Gastronomieangebot ist insgesamt schwach“, stellte er zur Situation in Schacht-Audorf fest.

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