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Doppelt ausgezeichnet : Ist Eiderstedt vor dem Untergang zu retten?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Spannende Fragen zu trockenen Unterrichtsthemen: Das Kronwerk Gymnasium ist eine „Sinus-Schule“. Praxisnahe Beschäftigung mit Naturwissenschaften ist das Ziel. Schüler bauen selbst Versuche auf.

shz.de von
erstellt am 17.Jan.2014 | 12:00 Uhr

„Sinus SH“ – dieses Programm hat die Verbesserung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts durch praxisnahe und kooperative Strukturen an Schulen in Schleswig-Holstein zum Ziel. Für die langjährige Mitarbeit an diesem Projekt wurde das Gymnasium Kronwerk in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften in diesem Jahr erneut als Sinus-Schule ausgezeichnet. Zudem ist das Gymnasium koordinierende Schule für die Region Mitte-Nord und richtet regelmäßig Sinus-Sets aus, bei denen sich Lehrkräfte verschiedener Schulen über Unterrichtsmethoden austauschen.

„Das ist innovativ – von Lehrern für Lehrern, ganz nah an der Schulpraxis und nicht theoretisch von der Uni“, betonte Jochen Kempe, der Chemie und Biologie unterrichtet. Zusammen mit dem Mathematiklehrer Boy Kramer organisiert Kempe die Treffen, an denen unter anderem Lehrkräfte der Christian-Timm-Schule und der Schule Altstadt Rendsburg sowie der Heinrich-Heine-Schule Büdelsdorf teilnehmen.

„Können Mais und Alkohol den Untergang der Halbinsel Eiderstedt verhindern?“ Dieser „Mystery-Frage“, die auf Klimaerwärmung und Meeresspiegelanstieg als Folge von Biogasanlagen und E10-Kraftstoff zielt, widmete sich der Einführungsjahrgang (10./11. Klasse) des Kronwerk-Gymnasiums. „Lösungswege sind nicht festgelegt, der Unterricht ist offen gestaltet“, erklärte Kempe. Dabei stehe das Handeln der Schüler im meist fächerübergreifend organisierten Unterricht im Vordergrund. Im Chemieraum machten die Jugendlichen Experimente zur Funktionsweise einer Biogasanlage. Sie betrachteten zudem die Umwandlung von natürlicher Vegetation in Ackerflächen, um die Grundstoffe für Biokraftstoff anzubauen und die damit verbundene steigende Emission von Treibhausgasen, die zu Klimaerwärmung und Anstieg des Meeresspiegels beitrügen. Eiderstedt wäre durch mehr E10-Biokraftstoff nicht zu retten, so ihr Fazit, das sie beim Sinus-Set präsentierten.

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