Rendsburg : Ist das Freibad jetzt gerettet?

Das Rendsburger Freibad mit seinen 50-Meter-Bahnen bleibt  den Schwimmern wahrscheinlich doch erhalten. Foto: lz
Das Rendsburger Freibad mit seinen 50-Meter-Bahnen bleibt den Schwimmern wahrscheinlich doch erhalten. Foto: lz

Das Rendsburger Freibad mit seinen 50-Meter-Bahnen bleibt den Schwimmern wahrscheinlich doch erhalten. Der Hauptausschuss sprach sich mit knapper Mehrheit gegen eine Schließung aus.

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07. März 2012, 10:21 Uhr

Rendsburg | "Der Gedanke einer Schließung war im Rahmen der Haushaltsgespräche aufgekommen", erinnerte der Ausschuss-Vorsitzende Klaus Brunkert, "die Stadtwerke als Betreiber hatten die Auflage bekommen, zusätzlich 250.000 Euro pro Jahr an die Stadt abzuliefern." Um diese Summe realisieren zu können, sollten die Defizite im Schwimmzentrum durch die Schließung des Freibades reduziert werden. Die Mehrheit im Ausschuss wollte es jedoch anders. Vor allem die Tatsache, dass dadurch die einzigen 50-Meter-Bahnen verschwinden würden, zählte als Argument.
Die Rettung des Freibades ist durch den Beschluss allerdings noch nicht perfekt: Er ist lediglich eine Empfehlung an den Aufsichtsrat der Stadtwerke. Dieser hat im Interesse des Unternehmens zu entscheiden. Der Aufsichtsrat besteht aus jeweils zwei Mitgliedern von CDU (Wolfgang Naber und Dieter Staschewski) und SPD (Herbert Kub und René Sartorius) aus der Ratsversammlung, sowie Kämmerer Herwig Schröder und Bürgermeister Andreas Breitner als Vorsitzendem. Breitner geht davon aus, dass sich das Gremium an die Empfehlung hält: "Ich möchte die Diskussion nicht vorwegnehmen, aber ich denke, dass sich der Rat nicht gegen den Willen der Politik stellen wird." Sollte es so kommen, müssen die Stadtwerke einen anderen Weg finden, um 250.000 Euro zusätzlich zu erwirtschaften - denn auf dieses Geld wird die Stadt sicher nicht verzichten.
Erst Mitte Januar hatte Helge Spehr, der Geschäftsführer der Stadtwerke, die Schließung des Freibades als beste Möglichkeit herausgestellt, das geforderte Geld zu erwirtschaften. "Sie müssen entscheiden, ob sie mit dem Defizit leben oder ab 2014 jährlich 250.000 Euro zusätzlich in der Stadtkasse haben wollen", hatte Spehr im Hauptausschuss erklärt und zudem auf den erheblichen Investitionsstau im Freibad hingewiesen.

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