Irrungen im Dschungel des Lebens

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09. Januar 2020, 10:46 Uhr

Zum Start ins neue Jahr wurde wieder eine Reihe von Zeugnissen und Versetzungsbescheiden ausgestellt. Alt-Kanzler Gerhard Schröder schickte den Journalisten der „Bild“ in gewohnt souveräner Weise einen blauen Brief. Jovial im Ton, doch hart in der Sache verbat er sich eine weitere unfaire Darstellung seiner Kontakte mit dem kalten Moskau. Die Versetzung sei sonst stark gefährdet. Auch ein anderer „Alt-Politiker“ namens Günther Krause meldete sich zu Wort. Nicht immer besetzte die CSU das Verkehrsressort in so bestechender Weise. Es gab auch einmal einen CDU-Verkehrsminister, eben Herrn Krause, der als Musterknabe begann, um dann etwas ins Schlingern zu geraten. Wie inzwischen sattsam bekannt, nahm er sich die Neujahrsansprache der Kanzlerin zu Herzen: „Sich auf Neues einlassen“. Und so wurde er in die erste Klasse des Dschungelcamps 2020 aufgenommen. Sollte das Camp nicht vorher abgebrochen werden, wird er das Klassenziel (= nur tote Tiere essen) erreichen. Und nun die Kanzlerin, unsere bewährte Oberlehrerin. Wie hatte man sie schon als „lahme Ente“ abtreten sehen, spätestens nach der Europawahl, allerspätestens nach der Landtagswahl in Sachsen! Doch sie lehrt immer noch und hat sogar die Note eins bekommen. In diesem Sinne: Irren wir auch im neuen Jahr fleißig weiter durch den Dschungel des Lebens.

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