Schlossplatz : Investor reißt alte Häuser ab

Vor den Häusern am Schloßplatz steht seit gestern ein Bauzaun. Frank Beiersdorf leitet das Bauprojekt.
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Vor den Häusern am Schloßplatz steht seit gestern ein Bauzaun. Frank Beiersdorf leitet das Bauprojekt.

Acht Wohnungen, Räume für eine Demenzgruppe: Bauunternehmer Michael Demandt will 2,2 Millionen Euro in einen Neubau investieren.

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10. November 2017, 11:23 Uhr

Am Rendsburger Schloßplatz rücken in etwa eineinhalb Wochen die Abrissbagger an. Sie werden das Thormann- und das Stintzinghaus an der Eisenbahnstraße dem Erdboden gleichmachen. Der Rendsburger Bauunternehmer Michael Demandt will 2,2 Millionen Euro in einen neuen Backsteinbau mit einer Wohngruppe für Demenzkranke, acht Wohnungen und einem Gemeinschaftsraum für das benachbarte Seniorenheim „Hospital zum Heiligen Geist“ investieren. Die Räume sind barrierearm. Im September 2018 sollen sie bezugsfertig sein. Über die Ansicht der neuen Fassade hatten 2013 die Bürger entschieden. Schwierigkeiten mit Grundbucheinträgen verzögerten das Projekt.

Die Abrisshäuser unter den Adressen Schloßplatz 10 und 11 sind mehr als 100 Jahre alt. Einst beherbergten sie die Küchen für das Hospital. Sie gehören der städtisch verwalteten Stiftung „Hospital zum Heiligen Geist“; Vorsitzende ist Ratsfrau Elke Endres. Über einen Erbbauvertrag überließ die Stiftung die Gebäude der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie (NDG). Michael Demandt übernahm sie mit einem Untererbbauvertrag, der noch 75 Jahre läuft.

Gestern ließ er einen Bauzaun aufstellen. Heute werden Arbeiter per Hubsteiger das Dach untersuchen. Sie sollen die Schindeln anheben und prüfen, ob dort Fledermäuse ihren Winterschlaf abhalten. Ein Biologe würde sie umsetzen. Am Montag, 13. November, soll ein Abbruchunternehmer mit der Entkernung beginnen. Teppiche und Schadstoffe werden entfernt. Zudem werden Gemälde aus einem alten Gemeinschaftsraum gesichert und verwahrt. Sie sollen später im neuen Gemeinschaftsraum aufgehängt werden.

Die Pflege LebensNah wird auf 600 Quadratmetern eine Wohngruppe für zwölf Demenzkranke betreiben. Jeder erhält ein 25 Quadratmeter großes Zimmer. Zudem gibt es einen Gemeinschaftsraum.

Die acht Wohnungen sind 55 bis 80 Quadratmeter groß und umfassen jeweils zwei bis drei Zimmer. Das Land fördert den Bau. Demandt will die Wohnungen zu einem Quadratmeterpreis von 5,40 Euro vermieten. Sie sind für Menschen gedacht, die sich selbstständig versorgen. Bei Bedarf können sie die Betreuung der Pflege LebensNah in Anspruch nehmen. Ein Betreuungsvertrag wird mit ihnen aber nicht abgeschlossen.

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