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Initiative „Pro Freibad“: Angebote ausbauen statt streichen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Dass das Rendsburger Freibad nicht geschlossen wird – diese Entscheidung begrüßt die Initiative „Pro Freibad“. Aber die Bürgerversammlung und auch die Debatte im letzten Senat haben die Befürchtungen der Freibad-Fans nicht ausgeräumt. Eine Erhöhung der Eintrittspreise und die Änderungen der Öffnungszeiten könnten zu einem Besucherrückgang führen, erklärt die erste Vorsitzende Ute Landt im Gespräch mit der Landeszeitung.

Das Strategiekonzept der Unternehmensberatung Altenburg empfiehlt flexible Öffnungszeiten für die Außenanlagen. „Wie soll das funktionieren?“, fragt sich Ute Landt. „Wie will man das kommunizieren, wenn an einem Tag wegen schlechten Wetters früher geschlossen wird?“ Nach Ansicht der Freibad-Befürworter ist es angebrachter, die Öffnungszeiten auszudehnen – von Mai bis Ende September. „Abgeleitet aus dem Betriebsergebnis für das Jahr 2012 ergibt sich, dass ein Öffnungstag im Hallenbad einen Verlust von rund 4700 Euro verursacht, während das Freibad pro Tag lediglich mit zirka 4000 Euro zu Buche schlägt“, schreibt der Verein in einem offenen Brief an die Mitglieder der Ratsversammlung.

Gegen eine Erhöhung der Eintrittspreise spricht nach Meinung des Vereins die geringe Kaufkraft im Raum Rendsburg. „Eine 25-prozentige Erhöhung von vier auf fünf Euro ist zu viel“, sagt Ute Landt. Da manche das Bad nur kurz nutzen wollen, empfiehlt sie eine Staffelung der Tarife. „Wir glauben, dass wir mit sozial gestaffelten Preisen mehr Nutzer gewinnen können.“ Nach Meinung der Initiative sollte der ermäßigte Tarif auch für Studenten bis 25 Jahre sowie Empfänger von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld gelten.

Um mehr Besucher zu gewinnen, müsse die Attraktivität gesteigert werden, lautet das Credo des Vereins. „Pro Freibad“ denkt an ein Chill-Out-Zone – vielleicht mit Internet-Anschluss – für Jugendliche. Oder an schattige Plätze mit Sitzen, an denen Mütter mit Kleinkindern den Sommer genießen können. Denn, so Ute Landt, das Freibad sei über die Region hinaus beliebt: Um unbeeinträchtigt von Wellen schwimmen zu können, dafür kommen sogar Eckernförder nach Rendsburg.

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