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Landeszeitung

18. Oktober 2017 | 10:08 Uhr

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vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

von
erstellt am 05.Okt.2013 | 00:33 Uhr

Merkwürdig – aus dem Verkehrsministerium kommt keine Reaktion mehr. Wie hatte Staatssekretär Frank Nägele gewettert, nachdem er aus der Landeszeitung von der geplanten Tunnelsperrung erfahren hatte. 24 Stunden komplett dichtmachen, um die demolierte Fahrbahn zu erneuern? Das ginge gar nicht. Nägele bat dringend, mit den Reparaturen zu warten, bis die Rader Brücke wieder in Betrieb ist, sprach von Stillstand für Logistiker, von Quälerei für die Menschen in den Nebenstraßen und plädierte stattdessen für Tempo 30 im Tunnel.

Die zuständigen Experten in der Verkehrsaufsicht und bei der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung reagierten prompt. Sie führten Tempo 30 im Tunnel ein und sperren das Bauwerk trotzdem ab 12. Oktober. Nicht wie geplant für 24 Stunden, sondern für 35. Zur Begründung verweisen sie kühl auf die Sicherheit der Autofahrer. Sie haben es schließlich auch zu verantworten.

Da kann man mal sehen, wie gering der Einfluss eines Staatssekretärs und sogar eines Ministeriums ist. Vorschrift ist Vorschrift.

Der Bürgermeisterwahlkampf in Fockbek geht in seine heiße Phase. Jedenfalls was die Zeit betrifft. In gut fünf Wochen dürfen die Bürger unter drei Kandidaten wählen. Es ist also Endspurt angesagt, Kampf um jede Stimme, Wettbewerb der Argumente und das große Schaulaufen der Kandidaten. Von alldem aber ist in Fockbek nicht viel zu bemerken. Es gibt Plakate, Flyer und gelegentlich Infostände – hier tobt aber nicht der Wahlkampf, sondern allenfalls das Verkehrs-Chaos in der Rendsburger Straße. Aber auch das ist nicht wirklich ein Thema.

Ob Holger Diehr, Olaf Lauenroth oder Maik Schwartau – der Wahlkampf beschränkt sich bei allen drei Kandidaten größtenteils auf die Darstellung der eigenen Qualifikationen und Vorzüge. Inhalte? Vielleicht später.

Dennoch werden Wetten angenommen, dass die Wahlbeteiligung am 10. November wesentlich höher sein wird als seinerzeit in Rendsburg, als 36,5 Prozent der Bürger an die Urne gingen. Die Fockbeker sind da anders. Sie wollen mitbestimmen. Und dafür brauchen sie nicht einmal inhaltliche Argumente.

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