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Infrastruktur Voraussetzung für Arbeitsplätze

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Kreishandwerksmeister Langner vor den Obermeistern

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 11:16 Uhr

Eine bessere und vor allem besser koordinierte Infrastrukturpolitik forderte Kreishandwerksmeister Hans Christian Langner in der jüngsten Obermeisterversammlung. „Die Verkehrsinfrastruktur ist das Fundament für den Erhalt und gleichzeitig für die Schaffung von Arbeitsplätzen“, erklärte Langner.

Als Beispiel nannte er die Landschaft Stapelholm (der Elektroinstallateur-Meister selbst kommt aus Bergenhusen). Hier war im Sommer nicht nur lange Zeit der Erfder Damm (B 202) voll gesperrt, sondern auch die L 40 nach Meggerdorf. Das hatte zur Folge, dass man von Bergenhusen nach Pahlen oder Heide einen Umweg von 25 Kilometern in Kauf nehmen musste. Parallel war auch die B 76 zwischen Fahrdorf und Fleckeby gesperrt, hinzu kam das Desaster mit der Rader Hochbrücke. Ein solches Fiasko dürfe sich nicht wiederholen.

Dennoch sei die Stimmung im Handwerk weiterhin hervorragend, die Konjunktur habe in den Monaten Juli bis September in der Region deutlich zugelegt. „Nahezu alle Betriebe sind zufrieden mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation“, stellte der Kreishandwerksmeister fest. Das beziehe sich nicht nur auf das Dachdeckerhandwerk, dem die Stürme „Christian“ und „Xaver“ noch einmal die Auftragsbücher gefüllt hätten.

Besonders erfreut äußerte sich Langner über die gestiegene Zahl der neueingestellten Lehrlinge. Im Kreisteil Schleswig sei ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, im Bezirk der Handwerkskammer Flensburg sei dagegen ein Minus von 5,8 Prozent festzustellen. Er lobte ausdrücklich die Zusammenarbeit mit dem beruflichen Bildungszentrum (BBZ) in Schleswig. Da aber sinkende Lehrlingszahlen ins Haus stünden, müsste dieses Miteinander zum Wohl der Auszubildenden weiter intensiviert werden. Auch die Zusammenarbeit der Handwerksorganisationen untereinander gelte es künftig zu intensivieren, um neuen Herausforderungen gewappnet zu sein.

Scharf kritisierte Langner den im Koalitionsvertrag verankerten Mindestlohn. Zwar werde dieser kein Unternehmen in die Pleite reißen, letztlich schade er aber gerade denen, für die er gedacht sei. „Mindestlohn schließt die Schwächsten in der Gesellschaft vom Einstieg in die Arbeitswelt aus“, prognostizierte der Kreishandwerksmeister.

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