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Engpass : In Rendsburg fehlen 282 Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Insbesondere durch Flüchtlingsfamilien hat sich die Kinderzahl erhöht. Die Stadt will zügig die Betreuungskapazität erhöhen.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2017 | 12:16 Uhr

Die Stadt Rendsburg ist weiterhin nicht in der Lage, den Anspruch von Eltern auf einen Kindergartenplatz für ihren Nachwuchs vollständig zu erfüllen. 2016 fehlten stadtweit 180 Kindergarten- und Krippenplätze, jetzt sind es 282. Verschärft wurde die Situa  tion durch eine unerwartet deutlich angewachsene Kinderschar. Zu den sechs Geburtenjahrgängen, die bei der Berechnung der Betreuungskapazität berücksichtigt werden müssen, zählten im vergangenen Jahr 1588 Kinder, jetzt sind es 1723. Das entspricht einer Steigerung um 8,5 Prozent.

Für den sogenannten Kindergarten-Regelbereich (alle Mädchen und Jungen ab drei Jahre) hat die Stadtverwaltung 979 zu versorgende Rendsburger Kinder registriert. Es stehen jedoch nur 838 Plätze zur Verfügung. Für diese Altersgruppe sollen kurz- und mittelfristig 76 neue Plätze geschaffen werden, wodurch man das Defizit von derzeit 141 Plätzen auf 65 reduzieren würde. Um dieses Ziel zu erreichen, werden zwei Kindergärten erweitert (Pulverschuppen und St. Jürgen), ein neuer wird am Rotenhöfer Weg gebaut. Im Krippen- und Tagespflegebereich (Kinder unter drei Jahre) gibt es 176 Plätze, auch hier fehlen 141. Diesen Mangel will die Stadt um 20 Plätze entschärfen, die am Rotenhöfer Weg und in der Kita St. Jürgen entstehen sollen. Bei den unter dreijährigen Kindern ist das Rathaus gesetzlich verpflichtet, für 35 Prozent eines Jahrganges ein Betreuungsangebot zu schaffen.

Die Bedarfsplanung für die Kindertagesstätten erarbeitet die Verwaltung auf der Grundlage von Daten des Einwohnermeldeamtes. Daraus geht hervor, dass weniger Kinder in der Stadt geboren wurden. Dass die Zahl der Mädchen und Jungen im Kindergartenalter denoch stieg, erklärt sich vor allem durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien. Anfang 2015 lebten in Rendsburg insgesamt 28  051 Menschen, im Januar 2017 waren es 29  759.

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