Fussball-Verbandsliga : In Osterrönfeld drückt hinten der Schuh

Ist derzeit der einzig fitte Innenverteidiger: Der Partner von Osterrönfelds Felix Mosebach (l.) gegen Plön ist unklar.
Ist derzeit der einzig fitte Innenverteidiger: Der Partner von Osterrönfelds Felix Mosebach (l.) gegen Plön ist unklar.

Der OTSV empfängt den TSV Plön zum Kellerduell. Büdelsdorfs Trainer Königsmann spricht Klartext.

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15. März 2014, 05:52 Uhr

Während es für den Osterrönfelder TSV und den Büdelsdorfer TSV am Wochenende einmal mehr um den Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost geht, steht der Rendsburger TSV im Heimspiel gegen Tabellenführer Klausdorf vor großen personellen Problemen.

Rendsburger TSV – TSV Klausdorf (heute, 14 Uhr)

Christian Heider ist um seine um seine Aufgabe nicht zu beneiden. In der Hinrunde trainierte er noch einen Meisterschaftsfavoriten. Vor dem Heimspiel gegen den Tabellenführer TSV Klausdorf weiß der Trainer des Rendsburger TSV kaum noch, wen er auf den Rasen schicken soll.

Den Nimbus einer Top-Mannschaft ist Heiders Team aufgrund des ausgedünnten Kaders jedenfalls los. Und vor dem Spiel heute hat sich die Lage noch einmal verschärft. „Verletzungen und Krankheiten treffen uns ganz hart. Wir haben somit nur eingeschränkt trainieren können. Doch da müssen wir jetzt durch, und alle Spieler müssen eine Schippe mehr drauf legen“, erklärt Heider trotzig. Auch er selbst wird sich das Trikot wieder überstreifen und seine „Rumpf-Elf“ aufs Feld führen. Es sei eine Frage der Ehre, sich vernünftig aus der Affäre zu ziehen. Gegen den Spitzenreiter fallen Abwehrchef Marco Müller (Urlaub) und Mahmut Korkmaz (Schulterverletzung) aus. Fraglich ist zudem das Mitwirken von Yannick Herzig und Jonas Heider. „Beide haben zuletzt nicht trainiert. Doch ich rechne mit ihrem Einsatz“, erklärt der Rendsburger Coach. Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Einsatz von Abwehrspieler Christian Sievers, den Rückenbeschwerden plagen.

Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Ausgang speist sich aus der guten Leistung der Vorwoche beim Eckernförder SV. Dort unterlag man unglücklich mit 2:3. „Da war die personelle Lage ähnlich, und wir haben das Spiel erst in den Schlussminuten verloren, obwohl wir gute Chancen besaßen, unsere Führung auszubauen.“ Aber die Gäste aus Klausdorf sind noch einmal ein anderes Kaliber und auswärts ist keine Mannschaft der Liga stärker als der TSV.

Osterrönfelder TSV – TSV Plön (heute, 15.30 Uhr)

Es könnte sich als Ironie des Schicksals erweisen, dass OTSV-Trainer Olaf Lehmann im ersten Heimspiel des Jahres möglicherweise auf drei seiner vier Innenverteidiger verzichten muss. War das Abwehrzentrum zuletzt doch Garant für eine stabile Defensive. Jahresübergreifend haben die Osterrönfelder in den letzten drei Partien keinen Gegentreffer hinnehmen müssen. Hinter den Einsätzen Dominik Sopha (krank), Philip Hardt (Rückenprobleme) und Lennart Halver (Sprunggelenksproblme) stehen dicke Fragezeichen. Zu allem Überfluss hat Sechser Sven Dollnick im Abschlusstraining einen Schlag auf den Spann bekommen. Diese Alternative könnte sich also ebenfalls zerschlagen. Aber weil Trainer Olaf Lehmann bisher nicht geklagt hat, will er diese Platte auch vor dem wichtigen Kellerduell gegen den TSV Plön nicht auflegen: „Wir leben in dieser Saison von unserem mannschaftlich geschlossenen Auftreten. Dass soll auch gegen Plön so sein, egal, wer schließlich aufläuft.“

Im Gegenteil – Lehmann versprüht Zuversicht und redet sein Team stark. „Zuhause brauchen wir uns vor keinem Gegner zu verstecken“, erklärt er deutlich. Eine Aussage, die das Zahlenwerk bestätigt. 15 seiner bisher 19 Punkte holte der OTSV am heimischen Bahndamm. Die Gastgeber würden einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen, wenn heute drei weitere hinzukämen. „Nach dem Punktgewinn in Dänischenhagen wäre es gut, wenn wir gegen Plön nachlegen“, weiß auch Lehmann um die Gelegenheit, sich weiter von der gefährlichen Zone abzusetzen.

SpVg Eidertal Molfsee – Büdelsdorfer TSV (So., 14 Uhr)

Für den Büdelsdorfer TSV wird die Luft im Kampf um den Klassenerhalt immer dünner. Nach der Heimniederlage gegen den Gettorfer SC (0:1) und vor dem schweren Gang zur SpVg Eidertal Molfsee redet BTSV-Trainer Adrian Königsmann Klartext: „Das Spiel gegen den GSC hatten einige schon vorher im Kopf als gewonnen abgehakt, weil offensichtlich noch nicht jedem die bedrohliche Lage klar ist. Wer jetzt nicht begriffen hat, um was es geht, dem ist nicht mehr zu helfen“, verdeutlicht Königsmann. Ausgerechnet morgen müssen die Blauen zur besten Offensive der Liga nach Molfsee reisen. Mit Louis Schütt und Tom Wüllner (je 11 Treffer), Ergebnis hervorragender Eidertaler Nachwuchsarbeit, verfügt der kommende Gegner über extrem torgefährliche Spieler, die es auszuschalten gilt. „Wir dürfen uns trotzdem nicht nur auf die Defensive beschränken, sondern müssen auch nach vorne Akzente setzen“, will der BTSV-Coach keinen „Beton anrühren“. Äußerste Vorsicht ist aber geboten, denn das Hinspiel ging mit 2:5 klar verloren.

Dass die Büdelsdorfer gut ausgebildete Fußballer in ihren Reihen haben, steht für den Trainer außer Frage, doch die wichtigste Voraussetzung, um im Abstiegskampf bestehen zu können, fehlt dem Team: Erfahrung. „Ich habe wenige Führungsspieler, dafür aber viele junge Talente, für die eine solche Situation aufgrund ihrer überaus erfolgreichen Juniorenzeit völlig fremd ist. Deshalb wird es für uns verdammt eng und ein langer, steiniger Weg mit elf Endspielen“, glaubt Königsmann, der in dieser Woche seinen Vertrag, unabhängig von der Ligazugehörigkeit, um ein Jahr verlängert hat.

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