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Großbrand : In letzter Minute 70 Tiere gerettet

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ein Brand zerstört Scheune und Maschinen. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Schaden beträgt 150 000 Euro. Die Ursache des Feuers ist bisher unklar. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen.

Glück im Unglück für Bauer Claus Selck: Zwar zerstörte ein Großfeuer Dienstagnacht seine Scheune, die rund 70 Kühe und Ponys des angrenzenden Stalles konnten jedoch alle gerettet werden. Der Sachschaden beträgt 150 000 Euro. Die Brandursache ist unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Knall ließ Claus Selck und seine Mutter Anne kurz nach 21 Uhr am Dienstag aufschrecken. Als sie aus dem Fenster blickten, fuhr ihnen der Schock in die Glieder. Ihre an den Stall angebaute Lagerhalle stand in Flammen. „Es war das reinste Feuerwerk, wie Silvester“, sagte Claus Selck. Er alarmierte die Feuerwehr. Danach begann er mit der Rettung der 70 Kühe und Ponys aus dem Stall, der von den Flammen direkt bedroht war. Der Milchbauer brachte die Tiere auf nahe gelegenen Koppeln unter, wo sie die Löscharbeiten nicht störten.

Nur drei Minuten nach dem Auslösen des Alarms um 21.27 Uhr traf die Freiwillige Feuerwehr Osterrönfeld auf dem Bauernhof in der Bokelholmer Chaussee ein. Das Löschwasser war knapp. „Wir mussten das Wasser aus der nahe liegenden Au und aus Osterrönfeld holen“, sagte Jürgen Beyer, Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbandes. Dafür wurden mehrere Leitungen aus Schläuchen verlegt. Deswegen waren alle sieben Wehren des Amtes Eiderkanal und die Feuerwehr aus Bokelholm mit insgesamt 120 Kameraden vor Ort. Es gelang ihnen, ein Übergreifen der Flammen auf Stall und Wohnhaus zu verhindern. Das Löschen dauerte bis 3.30 Uhr. „Mittwoch gegen 5 Uhr haben wir dann die letzten Glutnester ausgemacht“, sagte Thomas Reicher, Wehrführer aus Osterrönfeld. Neben 70 Strohballen, Düngemitteln und einem Trecker verbrannten auch zwei Anhänger.

Obwohl bereits gestern die ersten Kühe zurück in den Stall konnten, sitzt der Schock bei Familie Selck tief. „So eine Sache nimmt einen mit“, sagte Anne Selck. Sie und ihr Sohn bedankten sich ausdrücklich bei den Feuerwehren: „Wären sie nicht so schnell hier gewesen, wäre der Stall mit verbrannt.“ Claus Selck blickt nach vorn. Die Scheune soll wieder aufgebaut werden: „Wir brauchen den Platz. Die nächste Ernte steht vor der Tür.“

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erstellt am 19.Feb.2014 | 12:38 Uhr

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