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Landeszeitung

18. August 2017 | 17:09 Uhr

Handball : In Lauerstellung

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit dem Heimspiel gegen die HSG Tills Löwen starten die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in die Saison in der SH-Liga. Trainer Volker Paul sieht sein Team dabei in Lauerstellung auf den Titel.

Wenn nach den Favoriten für die am Sonnabend beginnende Spielzeit in der Handball-SH-Liga der Männer gefragt wird, fällt auch immer wieder der Name HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Kein Wunder, denn in der vergangenen Saison hatten die Schützlinge von Trainer Volker Paul vor dem abschließenden Spieltag schon mehr als eine Hand an der Meisterschale, wurden allerdings durch eine 28:29-Niederlage gegen die HSG Tarp-Wanderup auf der Zielgeraden jäh aus allen Titelträumen gerissen.

Auf dem Papier scheint die HSG stärker als im Vorjahr. Mit Kreisläufer Dany Jüschke (TSV Alt Duvenstedt) und Torhüter Nils Martensen (Büdelsdorfer TSV) schieden nur zwei Stammkräfte aus. Dem gegenüber stehen drei Neuverpflichtungen, von denen sich Paul eine höhere Qualität in seinem Kader erhofft. Von SH-Liga-Absteiger HSG Nord-NF kommen mit Mark Walder und Finn Kohnagel zwei variabel einsetzbare Rückraumspieler, für die Position zwischen den Pfosten konnten die HSG-Verantwortlichen Simon Treziak vom Oberliga-Absteiger und jetzigen Ligakonkurrenten HSG Eider Harde loseisen. Zudem sollen die aus der Jugend kommenden Talente Christopher Sawitzki, Kjell Hornig und Justin Hartwig den Konkurrenzkampf anheizen und den Druck auf die etablierten Spieler erhöhen. Gleiches gilt für A-Jugend-Spieler Joschua Bünger, der erste Erfahrungen im Seniorenbereich sammeln soll. „Er wird sicherlich seine Einsatzzeiten bekommen“, sagt Paul.

Trotz des gut bestückten Kaders sieht der HSG-Coach sein Team „eher in Lauerstellung“, für Platz 1 in der Abschlusstabelle hat er andere Mannschaften auf dem Zettel, ganz oben steht der Aufsteiger HSG Ostsee N/G. „Wenn man sieht, wen die alles verpflichtet haben, dann führt kein Weg an ihnen vorbei.“ Was für Paul aber nicht heißen soll, dass man selbst keine höheren Ambitionen hegt. „Wenn sich die Saison positiv für uns entwickelt, werden wir alles mitnehmen, was wir kriegen. Aber es gibt nicht die Vorgabe, Meister werden oder aufsteigen zu müssen.“ Denn dafür hakte es in der Vorbereitung noch zu sehr. „Wir konnten selten mit der vollständigen Besetzung trainieren, das Timing bei den Abläufen im Angriff stimmt hier und da noch nicht.“ Und auch mit dem neuen Deckungssystem haben sich seine Spieler noch nicht so richtig anfreunden können, denn Paul ließ in den vergangenen Wochen fast ausschließlich eine offensive 3:2:1-Abwehr trainieren. „Da kann sich keiner mehr hinter seinem Nebenmann verstecken, wie bei einer 6:0-Abwehr. Die Schwächen eines Einzelnen treten jetzt viel deutlicher zu Tage.“ Stringent will der HSG-Coach zwar nicht an der offensiven Variante festhalten. „Aber wir hatten in der vergangenen Saison auch unsere Schwächen mit der 6:0-Abwehr. In erster Linie möchte ich, dass wir variabler werden und auf die Taktik des Gegners reagieren können.“

Zum Auftakt empfängt die HSG am Sonnabend (16.45 Uhr) mit der HSG Tills Löwen einen Gegner, der in die Kategorie „schlagbar“ fällt. Anschließend geht es zum Topfavoriten HSG Ostsee N/G. Paul: „Das wird eine echte Standortbestimmung. Dann werden wir dann sehen, was in dieser Saison vielleicht möglich ist.“


Zugänge: Simon Treziak (HSG Eider Harde), Finn Kohnagel (HSG Nord-NF), Mark Walder (HSG Nord-NF), Christopher Sawitzki, Justin Hartwig, Kjell-Ole Hornig (alle eigene A-Jugend).

Abgänge: Dany Jüschke (TSV Alt Duvenstedt), Nils Martensen (Büdelsdorfer TSV), Philip Moreau (Handballpause), Marvin Sievers (THW Kiel III).

Der Kader:

Tor: Andreas Tietjens, Simon Treziak, Gabriel Oviedo. Rückraum: Janek Fisch, Christopher Sawitzki, Thorsten Hartwig, Mark Walder, Kjell-Ole Hornig, Jens-Christian Woldt, Niklas Ranft, Finn Kohnagel. Kreis: Finn Reick, Niklaas Seehase. Außen: Malte Pieper, Justin Hartwig, Christian Cardis, Patrick Petriesas, Joschua Bünger.

Trainer: Volker Paul.

Co-Trainer: Frank Moreau.

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erstellt am 11.Sep.2015 | 06:00 Uhr

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