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In Krogaspe steht ab sofort eine Tagesmutter parat

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erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Krogaspe | Seit gestern haben Eltern das Recht auf einen Krippenplatz für Kinder unter drei Jahren. Im Kindergarten in Krogaspe ist man auf die neue Rechtslage gut vorbereitet, auch wenn die genauen Zahlen und letzte Details noch fehlen. Die Einrichtung unter Leitung von Kirsten Müller hat zurzeit Platz für insgesamt 20 Mädchen und Jungen einschließlich der Krippenkinder, deren Betreuung aber in den Nachmittagsstunden außerhalb der Regelstunden (7.30 bis 13.30 Uhr) zurzeit noch nicht abschließend geregelt ist. Um den Rechtsanspruch der Eltern dennoch erfüllen zu können, soll eine qualifizierte Tagesmutter während der Nachmittagsstunden die Kinder betreuen.

Vor der Sommerpause war von fünf unter Dreijährigen die Rede, die einen Platz benötigen. Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Nils Höfer von der Aktiven Demokratischen Wählergemeinschaft (ADW) jetzt, dass mittlerweile eine Bedarfsermittlung auf den Weg gebracht wurde, die allerdings noch nicht abschließend ausgewertet ist. "Damit werden sich noch die Mitglieder des Kindergartenbeirates beschäftigen, die sich auf eine Empfehlung an die Gemeindevertreter einigen werden", hieß es. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie die Idee der Gemeinde aufgreifen und für die Einstellung einer Tagesmutter für die Nachmittagsstunden plädieren.

Auf diese Stelle hat sich bereits Renate Elbrecht beworben. Die 53-jährige sozialpädagogische Assistentin und Fachkraft für Frühpädagogik betreut schon seit 30 Jahren die Kinder im Krogasper Storchennest. "Ich stelle mich vorübergehend zur Verfügung, bis eine endgültige Lösung gefunden ist", sagte die erfahrene Pädagogin. Sie ist bereit, als Tagesmutter nachmittags neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit die Krippenkinder und darüber hinaus auf elterlichen Wunsch auch über Dreijährige in ihre Obhut nehmen. "Es wird so sein, als wenn ich die Kleinen bei mir privat betreuen würde. Als selbstständige Tagesmutter stelle ich dann meine Leistung den Eltern in Rechnung", sagte sie. Die Räumlichkeiten im Kindergarten stellt die Gemeinde ihr kostenlos zur Verfügung.

Als Tagesmutter für die U3-Kinder bekommt Renate Elbrecht vom Kreis Rendsburg-Eckernförde und von der Kommune jeweils einen Zuschuss pro Kind und Betreuungsstunde von einem Euro. Als Freiberuflerin unterliegt sie der Einkommenssteuer- und Versicherungspflicht. Diese Regelung kommt der Gemeinde finanziell entgegen. Jede andere Lösung wäre teurer.

Und außerdem gewinnt die Gemeinde durch diese Regelung Zeit. Nun können die Ortspolitiker in Ruhe zum Beispiel darüber beraten, ob die Kommune als Trägerin der Einrichtung künftig die Öffnungszeiten erweitern will und eine zusätzliche Nachmittagsgruppe eingerichtet werden soll.

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