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Deutsch-russische Freundschaft : In Freundschaft miteinander verbunden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Schüler aus Krylowo waren zu Gast in Hanerau-Hademarschen. Neue Freundschaften entstanden und bestehende wurden gefestigt.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2013 | 17:00 Uhr

Die ein oder andere Abschiedsträne wird am Montag geflossen sein, als der Besuch aus Russland die 22-stündige Heimfahrt nach Krylowo antrat. Gut eine Woche waren sieben Schüler und deren Begleiter aus Krylowo (ehemals Nordenburg) zu Gast in Hanerau-Hademarschen. Die Lehrer Hans Alsen und Frauke Feldhusen hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Dazu gehörte auch ein Ausflug an die Nordsee nach Büsum und nach Kiel zum NDR-Landesfunkhaus. Höhepunkt war aber die Präsentation des Schüleraustausches beim 60-jährigen Patenschaftsjubiläum der Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen in Rendsburg.

Gleich nach der Ankunft der russischen Gäste in Hanerau-Hademarschen und der Unterbringung bei den Gastfamilien ging es an die Vorbereitung des Programms. Dazu gehörte das Gestalten von Fotostellwänden, die die gegenseitigen Besuche und die Erlebnisse der Schüler dokumentierten. Auch Gedichte, Lieder und Tänze sollten vorgetragen werden, die in der kurzen Zeit eingeübt werden mussten. „Wir verständigen uns mit Händen und Füßen“, erklärte Carina Milsmann, die im vergangenen Jahr mit einer Hademarscher Schülergruppe nach Russland reiste. Übersetzungsprogramme im Internet mittels Smartphones und Tablet-Computern halfen ebenfalls bei der Verständigung.

1995 rief die Steenfelderin Marianne Hansen den Schüleraustausch zwischen Krylowo und Hanerau-Hademarschen ins Leben. Es sei ihr ein Anliegen gewesen, auf diese Weise Kontakt in ihre ehemalige ostpreußische Heimat zu knüpfen. Seitdem wechseln sich die gegenseitigen Besuche ab. Sowohl für den russischen Schulleiter Iwan Tjuljandin als auch für Schulleiterin Heike Brunkert von der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule stellt der Austausch mehr als nur das gegenseitige Besuchen dar: „Es ist eine hervorragende Gelegenheit, die Länder, deren Kulturen, Sprache und Alltag kennenzulernen“, so Tjuljandin. Es sei eine deutsch-russische Freundschaft entstanden, die zur Völkerverständigung beitrage. Der russische Schulleiter bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die gelebte Partnerschaft und hoffte, dass es noch viele weitere Treffen geben wird.

„Mit dem Austausch leisten wir einen kleinen Beitrag zur Verständigung der Jugend in Europa“, erklärte auch Heike Brunkert. Sie dankte allen Beteiligten und den Eltern der Schüler für ihr Engagement und die Unterstützung, „ohne Sie könnten diese Treffen nicht stattfinden“. Organisator Hans Alsen versicherte, dass die Vorbereitungen und der Austausch auch nach 18 Jahren immer noch spannend seien und versprach: „Wir bleiben in Freundschaft miteinander verbunden“.

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