Warnstreik : In drei Bussen zum Streiken nach Kiel

„Gute Beteiligung“ aus Rendsburg bei der Hauptkundgebung in der Landeshauptstadt. Die Bürger merkten vom Warnstreik wenig.

Miriam Richter von
27. März 2014, 14:43 Uhr

Viele Rendsburger Angestellte beteiligten sich gestern am Warnstreik der Gewerkschaft Verdi. „Vom UTH und der Imland-Klinik waren viele bei der Hauptkundgebung in Kiel dabei“, sagte Ute Dirks, Bezirksgeschäftsführerin von Verdi. Aus Rendsburg und Umgebung fuhren drei voll besetzte Busse in die Landeshauptstadt. Die Auswirkungen des Warnstreiks auf das öffentliche Leben in Rendsburg und Umgebung waren allerdings gering.

Bei der Stadt streikten Mitarbeiter des Hausmeister- und Reinigungsbereiches. „Im Rathaus sind wir gebeten worden, unsere Mülleimer selbst auszuleeren und die Fenster beim Verlassen zu schließen“, sagte Herwig Schröder, Fachbereichsleiter Finanzen. Kindertagesstätten waren nicht betroffen. Die meisten Schulen liefen im normalen Betrieb. „Nur die offene Ganztagsschule der Christian-Timm-Schule blieb am Nachmittag geschlossen“, sagte Schröder.

In der Imland-Klinik wurde ebenfalls gestreikt. Die Abläufe im Krankenhaus waren jedoch nicht betroffen. „Wir konnten bislang die Fehlzeiten der streikenden Mitarbeiter auffangen“, sagte Petra Krügel, Leiterin Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. Operationen mussten nicht verschoben werden. Die Anzahl der streikenden Mitarbeiter war nicht genau bekannt. „Wir schätzen ungefähr 50 beziehungsweise knapp darüber“, so Krügel.

Vor dem Umwelt- und Technikhof wehten seit gestern morgen drei Verdi-Fahnen. Trotz des eindeutigen Bekenntnisses zur Gewerkschaft wurde gearbeitet – aber mit weniger Personal. Axel Bock, stellvertretender Betriebsleiter, sagte: „Ich weiß von einigen Kollegen, die wegen des Streiks unterwegs sind.“ Mit den von Verdi organisierten Bussen seien einige in die Kieler Innenstadt zur Hauptkundgebung gefahren. Die Bürger merkten von der geringeren Personaldecke nichts. „Es ist nichts Weltbewegendes, was liegen bleibt.“ Einige Fähren über den Nord-Ostsee-Kanal stellten wegen des Streiks ihre Fahrten ein. Im Kreis Rendsburg-Eckernförde war Fischerhütte den ganzen Tag betroffen. Drei große Schleusenkammern des Kanals in Kiel und Brunsbüttel waren bis 14 Uhr befahrbar. Die Stadtwerke Rendsburg wurden nicht bestreikt.

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