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Handball-SH-Liga : „In dieser Phase wird vieles mental entschieden“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat die Meisterschaft plötzlich wieder in eigener Hand.

von
erstellt am 27.Feb.2015 | 06:11 Uhr

Die erste Meisterfeier hat Volker Paul bereits hinter sich. Am Wochenende sicherten sich die von ihm gecoachten Frauen der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg vorzeitig den Titel in der Handball-Kreisoberliga. In drei Wochen könnte der Trainer die Sektkorken wieder knallen lassen. Dann könnten die HSG-Männer mit der Meisterschaft den direkten Wideraufstieg in die Oberliga feiern.

Nach den zwei überraschenden Pleiten des TuS Lübeck befinden sich die Westerrönfelder drei Spieltage vor dem Saisonende plötzlich wieder in der Pole-Position – mit einem Punkt Vorsprung vor dem TuS und der HSG Tarp/Wanderup. Der Spielplangestalter hätte ein glücklicheres Händchen kaum haben können, denn im letzten Spiel erwartet der Tabellenführer die Tarper. Es könnte ein echtes Endspiel um die Meisterschaft werden, wenn denn beide ihre Pflichtaufgaben zuvor erfolgreich erfüllen. „Ich habe nicht den Eindruck, dass die Spieler mit dem Kopf bereits bei dem Duell gegen Tarp sind“, sagt Volker Paul. Der Fokus liege zunächst einmal auf dem Spiel am Sonnabend, wenn sein Team das Tabellenschlusslicht SG Bordesholm/Brügge in der Heidesandhalle erwartet (19 Uhr). Und seine Spieler täten gut daran sich zunächst einmal auf diese Aufgabe zu konzentrieren. Paul erinnert an das Hinspiel: „Da haben wir uns eine Halbzeit lang sehr schwer getan.“ Seinerzeit hieß es nach den ersten 30 Minuten lediglich 18:17, bevor es in der Folge eine klare Angelegenheit für die HSG wurde (35:26). „Das wird eine unangenehme Kiste“, glaubt der Coach. Ähnlich schätzt er im Übrigen die Partie beim Vorletzten SV Henstedt-Ulzburg II ein, die eine Woche vor dem großen Finale steigt.

Die Partien gegen vermeintlich schwache Gegner seien immer eine Frage des Kopfes. „Es gibt Spiele, in denen die handballerischen Fähigkeiten zählen und Spiele, in denen man sich etwas anderes einfallen lassen muss“, sagt er. In so einem engen Rennen gehe es weniger um die sportliche Qualität, sondern eher um die Nervenstärke. „Ich denke alle drei Mannschaften, die jetzt da oben stehen, haben eine ähnliches Niveau. Da wird vieles mental entschieden.“ Nach den beiden vergangenen Wochen liegt der psychologische Vorteil auf Seiten Westerrönfelds. „Wenn uns Lübeck diesen Matchball schon serviert, wollen wir ihn auch nutzen“, stellt Paul klar. „Nach unserer Niederlage gegen Lübeck standen unsere Chancen auf den Titel vielleicht bei zehn Prozent. Jetzt würde ich sie bei sechzig Prozent sehen.“

Es liegt an der Mannschaft, die 40-prozentige Ungewissheit bis zum 21. März zu beseitigen. Drei Siege noch, dann kann die nächste Meisterparty im Heidekroog steigen.

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