zur Navigation springen

Rendsburger Dauerbaustelle : In der zweiten Tunnelröhre soll alles viel schneller gehen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neues aus dem Nadelöhr des Nordens: Für die Sanierung der westlichen Hälfte des Rendsburger Straßentunnels wird nur ein Jahr veranschlagt – 18 Monate weniger als nebenan.

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Rendsburg | Auf der längsten Baustelle des Landes tut sich was – und dieses Mal ist es auch für Außenstehende zu sehen. Die südliche Zufahrt zur östlichen Röhre wird derzeit mit Beton überzogen. Stück für Stück im „Pilgerschritt-Verfahren“, wie Sönke Meesenburg sagt, der für den Tunnel verantwortliche Baudirektor in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) des Bundes. „Auf dem abschüssigen Stück rutscht der Beton sonst ab.“

Der milde Winter spielt den Planern in die Karten. Er sorgt dafür, dass keine Zeit verloren geht. Nicht noch mehr Zeit. Nach der ursprünglichen Berechnung hätte die Erneuerung des Unterwassertunnels vor anderthalb Monaten komplett abgeschlossen sein sollen. Jetzt ist nicht einmal die Hälfte geschafft. Dennoch ist Meesenburg überzeugt, dass in Röhre zwei alles viel schneller geht.

Nach seinen Angaben sieht der Zeitplan für den Rest der Sanierung so aus: Bis zum Sommer soll die Oströhre „baulich fertig“ sein. Ein weiteres halbes Jahr benötige man, um die für die Sicherheit wichtige Technik wie Lüftungen und Signale zu installieren. Erst danach kann der Verkehr von der West- in die dann piekfeine Oströhre umgeleitet werden.

In der Westhälfte erwartet Meesenburg deutlich weniger Verzögerungen als bisher. Die ursprünglich veranschlagten zwölf Monate hält er für machbar. „Viele der Probleme, die uns dort erwarten, kennen wir schon aus der Oströhre. Die technischen Lösungen sind schon vorhanden, wir können sofort zur Tat schreiten“, sagt der Chefsanierer.

In der Oströhre waren die Arbeiter im Boden auf tausende Stahlteile gestoßen, die laut WSV in keinen Plänen verzeichnet waren. Folge: Besonders flache Entwässerungsrinnen mussten her. Diese neuen Teile wurde vom Büdelsdorfer Spezialisten ACO speziell für den Rendsburger Tunnel entwickelt und gefertigt.

Anfang 2016 soll der Verkehr wieder vierspurig durch den Kanaltunnel fließen. Doch das werden die meisten Menschen in der Region erst glauben, wenn es tatsächlich passiert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert