In der Scheune ist die Zeit stehen geblieben

Oldtimer als Ausstellungsstücke: Volker Petersen (rechts) und Sohn Christoph eröffnen ein Museum in Owschlag und freuen sich auf zahlreiche Besucher am Eröffnungstag.
Oldtimer als Ausstellungsstücke: Volker Petersen (rechts) und Sohn Christoph eröffnen ein Museum in Owschlag und freuen sich auf zahlreiche Besucher am Eröffnungstag.

Oldtimer-Museum wird in Owschlag eröffnet / Ausstellung mit Traktoren und historischen Werkzeugen aus der Landwirtschaft

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03. Juli 2018, 11:28 Uhr

Das Interesse an alten Traktoren und historischen Geräten aus der Landwirtschaft in der Region ist groß. Ein neuer Anziehungspunkt ist in der Gemeinde Owschlag entstanden. Am Sonntag, 8. Juli, öffnet „De Lütte Oldtimer Schüün“ ihre Pforten. Auf dem Hof Petersen, Blöcken 40 in Owschlag, kann ab 10 Uhr bis 17 Uhr das neu eröffnete Oldtimer-Museum besichtigt werden.

Die Koppel hinter dem Haus steht als Parkplatz zur Verfügung. Mit dabei sind die Oldtimerfreunde von der „Brenntünn“ aus Tetenhusen, die Getränke verkaufen werden. Ein Schlachter aus Groß Wittensee versorgt die Gäste mit Essen. Kaffee und Kuchen servieren die Landfrauen Hüttener Berge und die Meierei Geestfrisch verkauft Eis. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

„1991 fing ich mit dem Sammeln an, da hat mich das Fieber gepackt“, schildert Volker Petersen den Beginn seiner Leidenschaft. Irgendwann habe seine Frau Karen gesagt: „Du erzählst so viel über Oldtimer, machen wir doch ein Museum auf.“

In Eigenleistung wurde eine Scheune angebaut. Diese ist gut gefüllt mit vielen alten Schätzen. „Mein erstes Stück war ein Lanz Bulldog, Baujahr 1955. Seitdem sind ständig weitere alte Maschinen und Werkzeuge dazu gekommen, viele stammen auch aus dem Familienbesitz“, erzählt der Oldtimerfan und weiß zu jedem Stück die passende Geschichte zu erzählen. „Mein Opa hat früher Särge mit diesen Werkzeugen produziert. Meine Mutter hat mit diesen Torfspaten gearbeitet. Der Bienenkorb ist von einem Onkel, die Bienenschleuder mit Handbetrieb und passenden Rahmen habe ich dazu besorgt.“

Doch morgen wird es nicht nur um alte Geschichten gehen, „wir haben auch eine Vorführung zum Thema Holz geplant“, kündigt Sohn Christoph Petersen an, der die Oldtimer-Scheune gemeinsam mit seinem Vater betreibt. „Wir wollen das Sägen, Schreddern und Hacken mit historischen Maschinen zeigen“. Nicht nur in der Scheune sondern auch im Außenbereich wird es viel zu sehen geben, so Christoph Petersen. Vom handgeschlagenen Schleifstein bis zum pferdegezogenen Grasmäher, von der Windfege, dem Dreschkasten, dem Selbstbinder bis zur „Original Röbers Petkus“, einer Reinigungsmaschine für Grassaat mit Riemenantrieb, kann man viele von Hand renovierte Kostbarkeiten entdecken. Informationen dazu gibt es auf der Facebook-Seite von „De Lütte Oldtimer Schüün“.

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