zur Navigation springen

Handball-Bundesliga, männliche Jugend A : In der Liga angekommen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit dem jüngsten Erfolg im Landesderby über den THW Kiel sorgten die A-Junioren der HSG Eider Harde in der Handball-Bundesliga für Furore. Morgen will der Aufsteiger in eigener Halle gegen die SG Flensburg/Handewitt den nächsten Coup landen.

Als Thies Schmalfeld vor der Saison gefragt wurde, was er sich von der Handball-Bundesliga der männlichen Jugend A erhofft, so war die Antwort eindeutig. „Wir wollen lernen. Wenn dann am Ende ein einstelliger Tabellenplatz dabei herausspringt, bin ich voll und ganz zufrieden“, meinte der Trainer des Aufsteigers HSG Eider Harde mit Blick auf die Konkurrenz in der hochkarätig besetzten Nord-Staffel. Denn neben dem mehrfachen Deutschen Meister Füchse Berlin und dem mehrfachen Vize-Meister SC Magdeburg spielen mit dem THW Kiel, der SG Flensburg-Handewitt, dem HSV Hamburg oder der TSV Burgdorf weitere Teams in der Liga, die über einen langen Zeitraum den Jugendhandball in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt haben.

Der Auftakt verlief für die HSG Eider Harde mit dem 31:27-Erfolg bei GIW Meerhandball verheißungsvoll, doch dann wurde der Neuling mit drei Niederlagen in Folge unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Wobei die 27:34-Heimniederlage gegen Eintracht Hildesheim wohl im Nachhinein die schmerzhafteste war“, sagt Schmalfeld. „Zu Hause gegen die TSV Burgdorf (29:31, Anm. d. Red.) und in Hamburg (24:34, Anm. d. Red.) kann man verlieren. Das ist kein Beinbruch.“ Der HSG-Coach schreibt diese Niederlagen der Unerfahrenheit seiner Spieler zu. „Wir haben aber aus diesen Fehlern gelernt. Wir sind in der Liga angekommen.“

Das zeigte sich kurz darauf mit dem 28:25-Heimsieg über den HCE Rostock, gegen den man in der Qualifikation noch verloren hatte. Ein Geniestreich gelang Schmalfeld und seinen Spielern dann mit dem 28:24-Erfolg im Landesderby beim bis dahin ungeschlagenen THW Kiel. Selbst THW-Jugendkoordinator Klaus-Dieter Petersen bescheinigte der HSG eine starke Leistung und einen verdienten Sieg. „Der Erfolg beim THW hat die anderen Mannschaften hellhörig gemacht“, vermutet der HSG-Coach. Deshalb rechnet Schmalfeld auch damit, dass die SG Flensburg-Handewitt zum morgigen Derby in der Hohner Werner-Kuhrt-Halle (19.30 Uhr) mit ihrem stärksten Kader anreist. „Die werden uns nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Doch die jüngsten Siege haben den Aufsteiger mutig gemacht. „Die Staffel ist sehr ausgeglichen. An einem guten Tag kann jeder jeden schlagen. Warum sollte uns also nicht noch einmal eine Überraschung gelingen?“

Zwar haben die Spieler der HSG Eider Harde gegenüber den anderen Teams einige Größennachteile. „Doch meine Jungs haben sehr schnell begriffen, dass wir das durch Schnelligkeit und Wendigkeit ausgleichen können. Das haben die Spiele gegen Rostock und Kiel gezeigt.“ Und auch bei der individuellen Entwicklung sieht Schmalfeld große Fortschritte. „Georg Rohwer, Julian Fröhlich und Jarno Mumm sind nach wie vor unsere Haupttorschützen. Doch auch die anderen Spieler haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir sind variabler geworden. Meine Spieler haben gelernt, nach den Auftakthandlungen den Ball weiter laufen zu lassen, bis sich eine Chance ergibt.“

Ausruhen will sich der Aufsteiger auf dem bisher Erreichten aber keinesfalls. „Wir denken weiter von Spiel zu Spiel, werden uns gewissenhaft auf den nächsten Gegner vorbereiten und unser Ziel, nämlich einen einstelligen Tabellenplatz, nicht aus den Augen lassen.“ Vielleicht folgt ja morgen gegen den Nachwuchs der SG Flensburg-Handewitt der nächste Coup.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen