Handball-SH-Liga : Immer brav die Hausaufgaben machen

Den nächsten Sieg will Schülp/Westerrönfelds Torhüter Andreas Tietjens an diesem Wochenende gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf bejubeln.
Den nächsten Sieg will Schülp/Westerrönfelds Torhüter Andreas Tietjens an diesem Wochenende gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf bejubeln.

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und der TSV Alt Duvenstedt dürfen sich keinen Ausrutscher erlauben.

shz.de von
16. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg sollten sich derzeit verhalten wie gute Schüler und immer brav ihre Hausaufgaben machen. Es sind nicht die ganz großen Herausforderungen, die zurzeit auf das Team von Trainer Volker Paul in der SH-Liga warten. Aber sie müssen für ein gutes Liga-Abschlusszeugnis regelmäßig und sorgsam erledigt werden. Deshalb darf sich der Tabellenzweite im Heimspiel morgen gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf keinen Ausrutscher erlauben. Gleiches gilt für den TSV Alt Duvenstedt, der beim SV Henstedt-Ulzburg II zu Gast ist.

SV Henstedt-Ulzburg II – TSV Alt Duvenstedt (Sbd., 18 Uhr)

TSV-Coach Gunnar Kociok ist ob seiner Personalsorgen wahrlich nicht zu beneiden. Viele Verletzte, ein Spieler in Australien, einer in der Winterpause weggelaufen. Aber, und das darf ja nicht unerwähnt bleiben, der Oberliga-Absteiger ist immer noch Tabellenvierter der SH-Liga und es gibt Mannschaften, die größere Sorgen haben. Offenbar verfügen die verbliebenen Alt Duvenstedter immer noch über genügend handballerisches Know-how, um Spiele zu gewinnen. Das zeigten sie zuletzt gegen die SG Bordesholm/Brügge. Auch der SV Henstedt-Ulzburg II ist kein Gegner, vor dem man sich fürchten muss. Mit 8:18 Punkten haben die Süd-Schleswig-Holsteiner glatte zehn Zähler weniger als Alt Duvenstedt. Das 35:24 aus dem Hinspiel gibt zudem Grund zur Hoffnung auf einen erneuten Alt Duvenstedter Sieg, kann allerdings aufgrund der geänderten personellen Bedingungen nicht die Messlatte sein. Und doch droht Gefahr, nämlich dann, wenn die Gastgeber mit ihrem vollständigen Kader auflaufen sollten. Der ist nämlich mit einigen älteren Spitzenhandballern wie Maik Barthen oder Philipp Liebe besetzt, die aber nur selten gemeinsam auf der Platte stehen. Als sie das taten, schlugen sie prompt die HSG Tarp/Wanderup, was Warnung genug für Kocioks Team sein sollte. „Es ist immer schwer zu sagen, was da passiert. Eventuell laufen auch U23-Spieler der Ersten bei denen auf“, sagt der Trainer und bringt noch eine weitere Unwägbarkeit auf den Plan: Er weiß auch noch nicht so genau, ob Ruben Hagge (Schulterprobleme) und Sascha Schwarz mitspielen können. „Wenn möglich, wollen wir punkten, das ist klar“, stellt Kociok fest. Er weiß allerdings, dass die Aufgabe um einiges schwerer werden wird als die gegen Bordesholm.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD – HSG Kremperheide/Münsterdorf (Sbd., 19 Uhr)

Die heimische Heidesandhalle ist in dieser Saison wieder eine Festung. Bislang konnte nur Spitzenreiter TuS Lübeck einen Punkt entführen. „Wir wollen zu Hause keinen Punkt mehr abgeben, das ist unsere Prämisse für die Rückrunde“, macht Coach Volker Paul klar. Was kann gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf, die im Hinspiel sicher mit 46:32 besiegt wurde, also noch schiefgehen? „Ganz wichtig wird sein, deren Tempospiel zu unterbinden. Wenn wir das schaffen, können wir gewinnen und das auch hoch. Außerdem wird man sehen müssen, was Sebastian Lipp für eine Rolle spielt“, sagt Paul. Lipp ist Kremperheides Spielmacher und war auf dieser Position ein starker Mann, bis er sich vor längerer Zeit verletzte. Gegen die HSG macht er sein zweites Punktspiel. Bis auf die länger verletzten Dany Jüschke und Janek Fisch kann Paul seinerseits auf seinen gesamten Kader zurückgreifen und fordert, diesmal nicht so viele Gegentore wie im Hinspiel zuzulassen. „Da herrschte der Tag der offenen Tore auf beiden Seiten. Das lag vor allen Dingen auch an den Ballverlusten gegen deren offensive Abwehr“, so Paul. Als Favorit sieht er sein Team trotzdem und sagt: „Wir müssen einfach gewinnen, um oben zu bleiben.“ Gespannt schaut man am Sonnabend auch nach Tarp. Dort tritt nämlich um 18 Uhr der Tabellenführer TuS Lübeck 93 bei der HSG Tarp/Wanderup an. Bei einer Lübecker Niederlage wäre Schülp/Westerrönfeld wieder Tabellenführer – natürlich nur im Falle des eigenen Sieges. Also: Brav Hausaufgaben machen, HSG, und hoffen, dass der Nachbar das vergisst.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen