"Immelmänner sind unverzichtbar"

Machten sich ein Bild von den Fähigkeiten des Aufklärungsgeschwaders 51:  Staatssekretär Christian Schmidt (mit 3-D-Brille), Monika von Hassel, Bundestagsabgeordneter Wolfgang Börnsen und Gastgeber Oberstleutnant Josef Ehrenreich, stellvertretender Kommodore (v.l.). Foto: windmann
Machten sich ein Bild von den Fähigkeiten des Aufklärungsgeschwaders 51: Staatssekretär Christian Schmidt (mit 3-D-Brille), Monika von Hassel, Bundestagsabgeordneter Wolfgang Börnsen und Gastgeber Oberstleutnant Josef Ehrenreich, stellvertretender Kommodore (v.l.). Foto: windmann

Avatar_shz von
21. Juni 2013, 03:59 Uhr

jagel | Der Standort Jagel spielt auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Gesamtkonzept der Luftwaffe. Das zumindest betonte der parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverteidigungsministerium, Christian Schmidt (CSU), während einer Stippvisite am Dienstag beim Aufklärungsgeschwader 51 "Immelmann".

Angesichts der Diskussionen um den Eurohawk, der ursprünglich in Jagel hätte stationiert werden sollen, nutzte Schmidt seinen Besuch, um Befürchtungen rund um den Fliegerhorst zu zerstreuen, die Drohnen-Pleite könnte auch negative Auswirkungen auf die Zukunft des Geschwaders haben. "Niemand muss hier Sorgen haben, dass nun das Ende der Fahnenstange erreicht ist." Im Gegenteil: Die "Immelmänner" hätten sich in den vergangenen Jahren längst unverzichtbar gemacht.

So spreche vieles dafür, dass ein neues Aufklärungssystem - für das man sich nach dem Aus für den Eurohawk laut Schmidt noch möglichst bis Ende des Jahres entschieden haben sollte - ebenfalls in Jagel stationiert wird. Egal ob bemannt oder unbemannt. "Dieser Standort ist gut. Es sprechen sowohl fiskalische Argumente als auch die Örtlichkeit an sich für Jagel." So müsste man angesichts der Millioneninvestitionen vor Ort für den Eurohawk (unter anderem eine Halle und eine eigene Start- und Landebahn) "schon gute Argumente vorbringen", wenn man erklären wollte, dass man all das noch einmal woanders aufbaut. Zudem sei der Luftraum über Norddeutschland längst nicht so überlastet wie in der Mitte und im Süden der Republik.

Der Besuch des Staatssekretärs kam unter anderem auch auf Initiative von Monika von Hassel, Witwe des Namensgebers der Kropper Kaserne, Kay-Uwe von Hassel, zustande. Sie hatte sich in den vergangenen Jahren immer wieder als Lobbyistin für den Standort hervorgetan - und nutzte nun offenbar auch in diesem Fall ihre guten Verbindungen nach Berlin. Ebenfalls nahm Wolfgang Börnsen, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Bönstrup, an dem Treffen teil. Auch er sprach sich dafür aus, dass die Luftaufklärung auch künftig in Jagel beheimatet bleibt. "Das ist eine schwierige Zeit für den Standort. Mitarbeiter und Familien bangen um die Zukunft. Umso wichtiger ist es, ein Zeichen zu setzen", meinte Börnsen und lobte seinen Bundestagskollegen Schmidt für dessen Besuch in Jagel. Der wiederum konnte - zumindest was die rund 30 Soldaten betrifft, die eigens für den Eurohawk umgeschult wurden - "keine definitive Aussage darüber machen, was mit diesem Personal passiert. "Insgesamt aber wird der Personalbestand in Jagel nicht sinken."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen