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Imkerverein Aukrug feiert Jubiläum : "Imker sind wichtige Naturschützer"

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Verein Aukrug und Umgebung vor 110 Jahren gegründet. Feier und Ehrungen.

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erstellt am 27.Mai.2013 | 08:48 Uhr

AUKRUG | Der Imkerverein Aukrug und Umgebung hat sein 110-jähriges Bestehen gefeiert. Nach einem öffentlichen Festprogramm mit Vorführungen und Informationen rund um die Themen Bienen und Honig am Sonnabendnachmittag folgte abends ab 19 Uhr eine Festveranstaltung mit geladenen Gästen. "Imker sind für mich ganz wichtige Naturschützer", betonte Aukrugs Bürgermeister Nils Kuhnke und lobte das Engagement des Vereinsvorsitzenden Reimer Reimers bei der Gründung und Betreuung der schulischen Bienen-AG. "Da wurden die Jugendlichen nicht nur an die Imkerei, sondern auch an den Naturschutz herangeführt", stellte Kuhnke fest und verwies darauf, dass die Gemeinde die Bienen-AG 1998 mit dem Aukruger Jugend-Umweltpreis ausgezeichnet hatte.

Auszeichnungen gab es nun auch bei der 110-Jahr-Feier. Die Landesverbandsvorsitzende Anke Last verteilte silberne Ehrennadeln an zwei Vorstandsmitglieder des Imkervereins Aukrug und Umgebung: an den stellvertretenden Vorsitzenden Walter Frömming und an Kassenwart Kurt Berger. An Reimer Reimers überreichte Anke Last eine Ehrenurkunde, mit welcher der Landesverband das 110-jährige Bestehen des Aukruger Ortsvereins würdigt. Auch die Vorsitzenden der Nachbarvereine kamen nicht mit leeren Händen. Horst Burmeister vom Kreisimkerverein Neumünster hatte fünf historische Bienenkundebücher (zwei von 1899, eins von 1905 und zwei von 1919) im Gepäck, Ute Henne vom Imkerverein Hohenwestedt präsentierte Met sowie zwei Energiepflänzchen vom Typ "nachwachsende Silphie", und das Gastgeschenk des Nortorfer Imkervereinsvorsitzenden Heiner Müller bestand in einer Dokumentarfilm-DVD zum Bienensterben ("More than honey").

Dass der Landesverband dem Aukruger Imker Detlef Breiholz (1864-1929) "viel zu verdanken" habe, hatte Anke Last in ihrem Grußwort besonders hervorgehoben, und auch Reimer Reimers widmete sich in seinem Festvortrag ausführlich dem "Gründungsvater" des Vereins. Detlef Breiholz gehörte 1903 zu den Gründungsmitgliedern der "Ortsfachgruppe Imker Innien in Holstein". Der gebürtige Vaasbütteler war als Lehrer und Imker nicht nur für Aukrug von großer Bedeutung, sondern engagierte sich auch überregional für das Imkereiwesen.

Breiholz leitete sowohl den Schleswig-Holsteinischen Imkerbund (ab 1920) als auch den Preußischen Imkerbund (ab 1921) und den Deutschen Imkerbund (ab 1925). "Dem unermüdlichen Führer und Förderer der deutschen Bienenzucht, dem Schmied des deutschen Imkerbundes Detlef Breiholz - in Dankbarkeit die deutschen Imkerverbände" steht auf dem Grabstein der Breiholzschen Grabstelle in Innien, um deren Pflege sich der Imkerverein Aukrug und Umgebung seit fünf Jahren kümmert.

"Detlef Breiholz bewog auch meinen Großvater Johannes Reimers, eine richtige Imkerausbildung zu absolvieren", bemerkte Reimer Reimers. Beim Studium der Vereinsgeschichte habe er verschiedenen Jubiläumsansprachen entnehmen können, dass sein Großvater wahrscheinlich schon 1907 (im Alter von 23 Jahren) den Vorsitz bei den Aukruger Imkern übernommen habe, berichtete Reimer Reimers: "Dies Amt hat Johannes Reimers dann erst 1957 an Friedrich Genz abgegeben - das wären dann sagenhafte 50 Jahre als 1. Vorsitzender gewesen!"

Auf immerhin 24 Jahre und sechs Monate als Vereins-Chef (1984-2009) brachte es Hans Hartmann. "Während der Amtszeit von Hans ging der Verein durch Höhen und Tiefen, wie in all den Jahren seit 1903", stellte Reimer Reimers fest, "was aber Hans auszeichnet und was unseren Verein bis heute am Leben erhalten hat, das sind Hans’ Geradlinigkeit, seine Offenheit, seine Zuverlässigkeit und sein Durchhaltevermögen in schwierigen Situationen."

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