Schwertransport in Osterrönfeld : Im zweiten Anlauf ging alles glatt

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Im „Rendsburg Port“ ist gestern eine 124 Tonnen schwere Spule von einem Schiff an Land verladen worden.

shz.de von
15. August 2018, 22:00 Uhr

Osterrönfeld |

Ein 124 Tonnen schweres Bauteil für das Tennet-Umspannwerk in Schacht-Audorf wurde gestern am „Rendsburg Port“ in Osterrönfeld von einem Frachter auf einen Schwertransporter verladen. Experten sprechen von einer Kompensationsspule. Das Gerät liefert den sogenannten Blindstrom. Er ist die Voraussetzung dafür, dass in einem Wechselstromkreis Elektrizität fließen kann.

Zum Einsatz kam der große Kran des einzigen reinen Schwerlasthafens Schleswig-Holsteins. Dieser kann bis zu 150 Tonnen heben. Sein Eigengewicht beträgt 630 Tonnen. Der Wert der Spule liegt bei knapp zwei Millionen Euro, berichtete Tennet-Sprecher Peter Hilffert. Würde das Teil auf dem Transport kaputt gehen, müsste die Firma bis zu 18 Monate lang auf Ersatz warten.

Entsprechend vorsichtig gingen die Arbeiter bei der Verladung vor. Die Spule wurde nicht gleich im ersten Anlauf gehoben: Die Spezialisten bemerkten, dass der Schwerpunkt der Ladung nicht in der Mitte lag. Daraufhin bauten sie die sogenannte Traverse um: der Träger, an dem die Last befestigt wurde. So wurde verhindert, dass die Ladung nach dem Anheben in eine Schieflage geriet.

Ganz langsam hob der Kran die Spule anschließend aus dem Frachter. Sie darf nicht ruckartig bewegt werden. Erschütterungen und Kontakte mit den Bordwänden gelte es zwingend zu vermeiden, erklärte Malte Krieger, zuständig für Marketing und Vertrieb des „Rendsburg Port“.

Punktgenau setzte der Kran das Bauteil auf dem 74 Meter langen Schwertransporter ab. Am Abend sollte dieser mit Polizeibegleitung nach Schacht-Audorf fahren.

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