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1. Basketball-Regionalliga : „Im Sport hat man immer eine Chance“

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

In der 1. Basketball-Regionalliga haben die Rendsburg Twisters mit dem SSV Lok Bernau das „Über-Team“ der Liga zu Gast. In den bisherigen fünf Spielen feierten die Bernauer fünf überzeugende Siege.

shz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 06:01 Uhr

Wer ganz mutig ist, der setzt eine Menge Geld auf einen Sieg des BBC Rendsburg im Heimspiel der 1. Basketball-Regionalliga gegen den SSV Lok Bernau am Sonnabend (19.15 Uhr, Hederhalle). Die Rendite dürfte traumhaft sein. Das Risiko, alles zu verlieren, ist allerdings immens. Ein Erfolg der Twisters gegen das „Über-Team“ der Liga erscheint so wahrscheinlich wie die Deutsche Fußball-Meisterschaft für den Hamburger SV in den nächsten Jahren. In den ersten fünf Spielen der noch jungen Saison feierten die Gäste aus dem Landkreis Barnim in Brandenburg fünf Siege, in zum Teil beeindruckender Manier. Eine Mannschaft wie den BBC Cottbus – jener Gegner, bei dem die Rendsburger am vergangenen Wochenende eine bittere 60:65-Niederlage kassierten – walzte die Lokomotive mal eben mit 102:41 platt. Saisonübergreifend ist es seit November 2014 keinem Ligakonkurrenten mehr gelungen, den letztjährigen Vizemeister zu besiegen.

„Wir stehen vor der größten Herausforderung der Saison“, sagt denn auch Twisters-Coach Bjarne Homfeldt voller Respekt vor dem kommenden Gegner. Doch wie bereitet man ein Team auf einen so übermächtig erscheinenden Kontrahenten vor? Homfeldt: „Es macht keinen Sinn auf die Stärken der einzelnen Spieler bei Bernau einzugehen. Die sind allesamt überragend. Bernau ist uns, mit Ausnahme vielleicht von Terence Billups, auf jeder Position weit überlegen. Wir müssen den Fokus einzig und allein auf uns legen.“ Unter der Woche war Homfeldt allerdings mehr als Psychologe denn als Übungsleiter gefragt. Nach dem bitteren K.o. in Cottbus in den Schlusssekunden musste er seine Spieler im Training erst einmal wieder aufrichten. „Natürlich schüttelt man so etwas nicht so leicht ab. Aber aus jeder Niederlage kann man auch etwas für die Zukunft mitnehmen. Ich hoffe, meine Spieler haben aus ihren Fehlern gelernt.“ Und bis auf die fahrige Anfangsphase und den Blackout in den letzten 90 Sekunden des Spiels hatte der Twisters-Coach „eine gute Leistung“ seines Teams gesehen. „Gegen Bernau müssen wir allerdings am obersten Limit spielen, damit wir überhaupt in die Nähe einer Chance kommen“, sagt Homfeldt und fügt an: „Doch selbst dann würde es wohl nicht für einen Sieg reichen. Dazu müsste Bernau schon Probleme bei der Anreise haben, einen ganz schwachen Tag erwischen und die Schiedsrichter extrem auf unserer Seite sein.“

Von vornherein abschenken will der Rendsburger Trainer die Partie aber keinesfalls. „Ich wäre kein guter Coach, wenn ich meinen Spieler sagen würde, wir hätten keine Chance. Die hat man im Sport immer. Auch dieses Spiel beginnt bei Null zu Null. Natürlich sind wir klarer Außenseiter. Aber vielleicht sind die Bernauer nach den bisherigen Ergebnissen auch einen Tick zu selbstbewusst und unterschätzen uns. Wir werden alles dafür tun, damit es zu einer Überraschung kommt.“ Die Mutigen unter den Tippern würde es freuen.

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