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1. Basketball-Regionalliga : Im Normalfall eine Nummer zu groß

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt sieht beim Favoriten Bernau eine Außenseiterchance für sein Team.

Beim Blick auf die Tabelle der 1. Basketball-Regionalliga könnte man von einem Verfolgerduell sprechen, das die Rendsburg Twisters am Sonnabend vor der Brust haben. Mit vier Siegen rangieren die Twisters auf Platz fünf und reisen zum Tabellendritten nach Brandenburg, zum SSV Lok Bernau (19 Uhr).

Es ist allerdings alles andere als eine Partie zweier Titelkandidaten. Denn einzig die Gastgeber erheben den Anspruch einer Spitzenmannschaft in diesem Duell, auch wenn sie in den Vergleichen mit den Konkurrenten aus Aschersleben und am vergangenen Wochenende gegen Wolfenbüttel den Kürzeren zogen. Lok-Coach René Schilling lässt keinen Zweifel am Ausgang der Partie. „Wir wollen unsere Position als Verfolger und den dritten Platz unbedingt verteidigen“, lässt er sich zitieren. Sein Trainerpendant aus Rendsburg will ihm dabei nicht widersprechen. „Unter normalen Umständen ist Bernau eine Nummer zu groß für uns“, sagt Bjarne Homfeldt, fügt aber hinzu: „Aber Basketball ist Sport und da ist alles möglich.“ Seine Gelassenheit speist sich aus vier Siegen in Folge, drei davon äußerst knapp. Homfeldt stört das nicht, im Gegenteil. „Das sind Erfahrungen, die uns als Team weiterbringen. Dass wir diese engen Spiele gewonnen haben, zeigt, dass wir inzwischen die richtige Siegermentalität entwickelt haben“, findet er.

Am Sonnabend müssen sich die Twisters auf eine laute Halle einstellen. Nun ist es nicht so, als dass sie diese Atmosphäre nicht gewohnt wären, aber Homfeldt weiß: „Das werden 500 Zuschauer nicht für, sondern gegen uns sein.“ Sein Matchplan basiert auf einer guten Defensive. „Wir wollen versuchen, das Spiel so lange wie möglich eng zu halten. Der Druck liegt ohne Frage beim Gegner. Er muss gewinnen und vielleicht gelingt es uns, ihn nervös zu machen, wenn wir das Ergebnis lange Zeit ausgeglichen halten können.“ Dazu fordert er noch mehr Einsatz unter dem Korb. Vor dem Hintergrund der Statistik klingt diese Forderung allerdings etwas widersprüchlich. Mit Eric Kibi haben die Twisters den mit Abstand besten Rebounder der Liga in ihren Reihen – 17 Bälle pro Spiel pflückt der Kanadier herunter. Mit Center Björn Rohwer (7,7 pro Spiel) gehört ein weiterer Rendsburger zu den besten Zehn in dieser Kategorie. „Es sicherlich keine Schwäche von uns, aber ich sehe in diesem Bereich einfach noch viel Steigerungspotenzial. Wir können noch viel mehr Rebounds holen“, erklärt der akribische Trainer. Und auch für diese These liefert das umfangreiche Zahlenwerk Belege. Beim Sieg in der Vorwoche gegen Charlottenburg, holten die Berliner (51) insgesamt zwei Rebounds mehr als die Rendsburger (49). „Wenn wir in Bernau eine Chance haben wollen, dürfen wir dem Gegner nicht so viele Punkte gestatten.“ Sicherlich einfacher gesagt als getan. Unmöglich aber sollte das für die selbstbewussten Twisters nicht sein. „Wir haben in der Trainingswoche sehr intensiv auf unser Spiel geschaut und daran gearbeitet“, verrät Homfeldt, der den Gegner per Video analysiert hat.

Auf den Aufnahmen konnte er einen Bernauer nicht unter die Lupe nehmen. Mit dem litauischen Guard Julius Zurna feiert am Sonnabend eine Neuer Mann sein Debüt im Lok-Trikot. Zurna spielte zuletzt für Aschersleben und war mit 21 Punkten im Schnitt oft ein entscheidender Faktor.

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erstellt am 14.Nov.2014 | 06:17 Uhr

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