Aktionstag : Im Netz lauern Gefahren

Thema „Mein Bild im Netz“: Die Hela-Schüler Alina, Resul, Andre und Natalie (von links) mit Robin Scherbarth vom „Offenen Kanal“ beim Medienkompetenztag.
Thema „Mein Bild im Netz“: Die Hela-Schüler Alina, Resul, Andre und Natalie (von links) mit Robin Scherbarth vom „Offenen Kanal“ beim Medienkompetenztag.

Im multimedialen Zeitalter ist eine Kompetenz im Umgang mit den digitalen Medien unerlässlich. Am Helene-Lange-Gymnasium informierten Internet-Fachleute über Datenschutz, Abzocke und Mobbing.

shz.de von
08. März 2018, 14:08 Uhr

Das Smartphone ist immer griffbereit, Facebook und WhatsApp sind die täglichen Begleiter, der Weg ins Internet ist leicht. Tablet, PC oder Notebook stehen fast in jedem Kinderzimmer. Doch vielen Kindern und Jugendlichen ist nicht bewusst, welche Gefahren im weltweiten Netz lauern. Internet-Fachleute informierten gestern am Helene-Lange-Gymnasium, worauf man besonders achten muss.

Datenschutz und Cybermobbing, Abzocke, Apps und Kostenfallen, Werbung und Verträge im Netz – diese und viele weitere Themen rund um das Internet standen für die Schüler des Helene-Lange-Gymnasiums in Rendsburg beim Medienkompetenztag auf dem Stundenplan. Referenten des „Offenen Kanals Schleswig-Holstein“, des Unabhängigen Landesamtes für Datenschutz (ULD), der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein und der Landespolizei waren dazu an der Schule und „beleuchteten“ das Internet und seine möglichen Gefahren aus verschiedensten Blickwinkeln. Die Schwerpunkte für die Schülerinnen und Schüler der 6. bis 8. Klassen waren dabei auf die Jahrgänge abgestimmt.

Der Elternvertreter Michael Tädcke hatte vor drei Jahren den Anstoß für den ersten Medienkompetenztag gegeben, der inzwischen einen festen Platz im Jahresprogramm des Gymnasiums hat. Dazu gehört auch ein Elternabend, auf dem unter anderem über Datenschutz und Sicherheitseinstellungen auf dem Smartphone informiert wurde. Für Eltern sei es nahezu unmöglich, die Internetnutzung ihrer Kinder im Blick zu behalten, stellte der Lehrer Martin Ketelhut fest. „Wenn sie mit ihrem Smartphone an der Bushaltestelle stehen, können sie überall im Netz seien.“

Die Sechstklässler durchliefen einen Medienparcours mit sechs Stationen. Es ging um Themen wie Cybermobbing, Computerspiele und „Mein Bild im Netz“. Robin Scherbarth vom „Offenen Kanal“ machte dabei deutlich: „Das Internet vergisst nie!“. Deshalb müsse man genau überlegen, was man im Netz von sich preisgeben will, bevor man Fotos oder Daten hochlädt. Er warnte eindringlich davor, Fotos von Freunden oder fremden Personen ins Netz zu stellen, ohne vorher deren Zustimmung dafür eingeholt zu haben.

Die Landespolizei informierte die Siebtklässler über Fehlverhalten im Netz und die Folgen. „Die Eltern fallen dann aus allen Wolken, wenn eine Anzeige wegen unerlaubtem Herunterladen von Filmen und Musik ins Haus flattert und hohe Geldforderungen gestellt werden“, machten die Beamten drastisch deutlich.

Es sei wichtig, dass „Leute aus der Praxis“ an die Schule kämen und über die aktuellen Entwicklungen rund um das Internet informierten, meinte Martin Ketelhut. „Externe Referenten sind gut vertraut mit den Problemen.“

Der Medienkompetenztag wird vom Land Schleswig-Holstein und vom Helene-Lange-Gymnasium finanziert. Zudem zahlte jeder Schüler 1,50 Euro.

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