Rendsburg : Im Kreishafen laufen die Geschäfte wieder besser

Die Geschäfte laufen wieder besser: Der Rendsburger Kreishafen verbuchte  im abgelaufenen Jahr ein deutliches Umschlagsplus. Foto: org
Die Geschäfte laufen wieder besser: Der Rendsburger Kreishafen verbuchte im abgelaufenen Jahr ein deutliches Umschlagsplus. Foto: org

Nach Verlusten im vergangenen Jahr geht es im Rendsburger Hafen wieder bergauf: 2010 wurden insgesamt 416.630 Tonnen Güter umgeschlagen - 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr.

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06. Januar 2011, 08:17 Uhr

Rendsburg | Gegenüber entsteht für etliche Millionen Euro ein neuer Schwerlasthafen, auf dem viele Hoffnungen ruhen. Hier sollen einmal die von Repower produzierten Windkraftanlagen verladen werden. Aber das kann noch dauern. Richtig gearbeitet wird auf der Nordseite des Kanals - und das erfolgreich. Nach Verlusten im vergangenen Jahr geht es im Hafen wieder bergauf: "Wir haben die Auswirkungen der Krise unerwartet schnell überwunden. Im Jahr 2010 wurden insgesamt 416.630 Tonnen Güter umgeschlagen - 12,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dieser Wert liegt nur noch um fünf Prozent unter dem außerordentlich guten Ergebnis des Jahres 2008", erklärte Hafen-Chef Dr. Gerald Gehrtz. Angesichts des konjunkturellen Umfeldes geht er davon aus, dass das Umschlagvolumen des Hafens in diesem Jahr zumindest gehalten werden kann.
Dafür spricht auch die Tatsache, dass kräftig investiert wird. Im Oktober soll ein neuer, besonders leistungsfähiger 45-Tonnen-Kran an die Arbeit gehen, der mit rund zwei Millionen Euro zu Buche schlägt. Gehrtz verspricht sich von dieser Investition bessere Geschäfte: "Mit dem neuen Kran können wir unser Dienstleistungsangebot wesentlich verbessern und unter den Kunden neue Zielgruppen ansprechen." Der letzte Kran wurde im Jahr 1981 angeschafft.
Im westlichen Teil soll ein modernes Betriebsgebäude entstehen
Weiteren Auftrieb für den Kreishafen verspricht sich Gehrtz durch die geplante enge Zusammenarbeit mit dem neuen Hafen, der auf der anderen Kanalseite entsteht und bereits im Frühjahr fertig werden soll. "Dies betrifft zum Beispiel die Bereitstellung von Liegeplätzen, den Einsatz der Mitarbeiter oder die Hafenaufsicht."
Und es soll auch gebaut werden: Im westlichen Teil des Kreishafens soll in den nächsten Wochen ein modernes Betriebsgebäude entstehen, das alle zentralen Dienste bündelt, die bisher noch auf drei Standorte im Hafen verteilt sind. Die "Zentrale" soll zeitgemäße Sozial- und Aufenthaltsräume für die Mitarbeiter, eine Werkstatt für Dreh- und Schweißarbeiten für sämtliche im Hafen anfallenden Reparaturen und nicht zuletzt das Hafenamt aufnehmen.
Die positive Entwicklung des Kreishafens im Jahr 2010 ist auf ein sehr gutes zweites Halbjahr zurückzuführen, in dem unter anderem fünf Schiffe mit jeweils 15.000 Tonnen Getreide für den Export beladen wurden, was zu einem Anstieg bei diesem Produkt um rund 65 Prozent führte. Der Umschlag von Futtermitteln hielt sich mit 210.000 Tonnen etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

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