Im Drachenboot auf Medaillenjagd

Reichlich Medaillen haben Anke Wilke und Jörg Oppor schon gewonnen. Foto: Messerschmidt
Reichlich Medaillen haben Anke Wilke und Jörg Oppor schon gewonnen. Foto: Messerschmidt

Anke Wilke und Jörg Oppor starten in Ungarn

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23. Juli 2013, 03:59 Uhr

Gross Wittensee | Das erste Training haben Anke Wilke (54) und Jörg Oppor (56) schon hinter sich. Am Sonntag erreichten die beiden gemeinsam mit dem deutschen Team die ungarische Stadt Szeged, und um 17 Uhr ging es in die Boote. Für die beiden Groß Wittenseer ist es nach 2011 in Florida die zweite Teilnahme an einer Drachenbootweltmeisterschaft.

Anke Wilke setzte sich 2009 erstmals in ein Drachenboot, startete für ihre Betriebsmannschaft von der Arbeiterwohlfahrt. Jörg Oppor machte ein Jahr später erstmals Bekanntschaft mit dem rund 14 Meter langen Holzboot. "Ich war der Trommler eines Damenteams beim Hanse-Cup", erzählt er. Da das Ehepaar schon auf Rudererfahrungen zurückgreifen konnte, machten beide ihr Sache gut und blieben dabei.

2011 gehörten die Groß Wittenseer erstmals zum deutschen Ü-50-Team bei der Drachenboot-WM in Florida. Bei der Europameisterschaft 2012 in Nottingham waren sie ebenfalls dabei und gewannen dreimal Gold und zweimal Silber.

Wie in den Vorjahren mussten sich die beiden Athleten auch für die WM im ungarischen Szeged erst noch qualifizieren. "Im Leistungszentrum in Berlin fand der Krafttest statt", sagt Anke Wilke. Mit der Langhantel mussten auf Zeit 25 und 30 Kilogramm gepackt werden. Außerdem stand ein schweißtreibendes Zirkeltraining an. Wer im deutschen Boot sitzen darf, entschied sich dann noch bei einem Zeitrennen in Brandenburg. Und auch diese Plackereien haben sich wieder gelohnt. Bei der WM wird Jörg Oppor im Open- und Mixedboat über alle Strecken - 200, 500, 1000 und 2000 Meter - an den Start gehen. Seine Frau paddelt über 1000 Meter und im so genannten Smallboat über 200 und 500 Meter.

In einem Drachenboot sitzen 23 Sportler, 20 Paddler sowie zwei Steuermänner und ein Trommler, im Smallboat sind es zehn Paddler. "Für die Zuschauer ist das Rennen über 2000 Meter ein besonderer Genuss", sagt Oppor. Es ist ein Verfolgungsrennen, bei dem alle Boote im Abstand von einigen Sekunden starten.

In Szeged werden mehr als 150 Teams aus rund 30 Ländern starten. Rund 3500 Sportler werden an der WM teilnehmen. Heute findet die große Eröffnungsfeier statt, am Mittwoch starten die ersten Rennen und am Sonntag treten die Deutschen wieder die Heimreise mit dem Bus an.

Alle Rennen der WM können im Live-Stream im Internet verfolgt werden: www.hungary2013.dragonboat.hu/en-live-dbtv.htm

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