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Holzauktion : Im Dezember wird Brennholz versteigert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Harvester, eine riesige Baumfällmaschine, frisst sich zurzeit durch eine Anpflanzung von Sitka-Fichten im Beringstedter Gemeindewald. Die Schonung stammt aus den 70er Jahren und muss dringend durchforstet werden.

Es kracht, Motorengeräusche dröhnen und vom gewohnten Vogelgezwitscher ist im Beringstedter Wald zur Zeit nicht viel zu hören. Doch der Spuk dauert nur ein wenige Tage. „Spätestens nächste Woche sollte es fertig sein“, erzählt Rolf Niemöller, Förster der Forstgemeinschaft Hohenwestedt und Umgebung.

Der Harvester, eine riesige Baumfällmaschine, frisst sich zurzeit durch eine Anpflanzung von Sitka-Fichten im Gemeindewald. Die Schonung stammt aus den 70er Jahren und muss dringend durchforstet werden. Jeden markierten Baum greift das Gerät, sägt ihn an der Wurzel sauber ab, entfernt die Äste und zerlegt den Baum in einem einzige Arbeitsschritt. Einen Baum pro Minute kriegt dieses Gerät im Durchschnitt klein. Rolf Niemöller hat die Bäume ausgewählt, die Maschinenführer Olaf Mölle hier fällt. Die Auswahl wird immer nach den gleichen Prinzipien getroffen. „Gesundheit, Qualität und Verteilung sind die Kriterien, nach denen ich die Bäume markiere“, erklärt Förster Niemöller. „Die Gesunden bleiben, die Kranken kommen weg. Die Geraden dürfen weiterwachsen und die Krummen werden gefällt. Außerdem schaue ich, dass die Bäume nicht zu eng stehen und nehme überschüssige Bäume weg.“ So haben die übrigen Bäume der Anpflanzung wieder mehr Licht und Platz um gerade und gesund in den Himmel wachsen zu können.

„Die gefällten Fichten werden an die Holzindustrie verkauft“, erklärt Rolf Niemöller, der sowohl die Ernte als auch den Verkauf im Auftrag der Gemeinde organisiert. Auch in anderen Teilen des Waldes hat der Harvester schon seine Arbeit erledigt. Dort wurden Laubbäume gefällt, die zu Brennholz verarbeitet werden. „Im Dezember wird es eine Auktion geben, bei der die Beringstedter Bürger das Brennholz ersteigern können“, berichtet Bürgermeister Hans-Christian Wendell. Nach dem Harvester kommt noch einmal eine laute Maschine in den Wald: der Rückezug muss die Stämme aus dem Wald holen und sie am Wegesrand für den Abtransport stapeln. Danach kehrt wieder die gewohnte Ruhe im Beringstedter Gemeindewald.

 

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