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Amerikanische Generalkonsulin : "Ihre Stadt sieht sehr gut aus"

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Amerikanische Generalkonsulin Inmi Patterson zu Besuch in Rendsburg. Gespräche über Wirtschaft, Windenergie und Räucherfisch.

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erstellt am 03.Mai.2013 | 09:02 Uhr

Rendsburg | Am Anfang stand ein Missverständnis: "Das ist mir so peinlich", sagte die amerikanische Generalkonsulin Inmi Patterson, als sie gestern Mittag im Conventgarten auf Bürgervorsteher Karin Wiemer-Hinz und Bürgermeister Pierre Gilgenast traf. Der Grund für ihr mulmiges Gefühl lag aufgeschlagen auf einem Tisch: Das Goldene Buch der Stadt Rendsburg, das für den besonderen Anlass an den Kanal transportiert worden war. "Ich wäre gerne auch zu Ihnen ins Rathaus gekommen", beteuerte die Vertreterin der Vereinigten Staaten von Amerika. Aber darüber hatte man vorher nicht miteinander gesprochen.

Die zierliche Diplomatin hat sich zum Ziel gesetzt, möglichst viele Städte in Norddeutschland kennenzulernen - auch kleine wie Rendsburg. "Ich habe schon viel gesehen", erklärte sie den Gastgebern mit einem Blick auf den Kanal, "aber ihre Stadt sieht wirklich sehr gut aus. Ich glaube, ich kann das inzwischen beurteilen". Vor dem Treffen im Coventgarten hatte die Generalkonsulin sich das Jüdische Museum angesehen, von dem sie ebenso beeindruckt war wie von dem großen "Marktplatz" im Stadtteil Neuwerk mit der dazugehörigen Christkirche: "Rendsburg ist eine schöne Stadt."

Bürgervorsteherin und Bürgermeister mussten ihrem Gast erklären, dass viele Rendsburger das ein wenig kritischer sehen, erzählten ein wenig aus der Geschichte und über die Wirtschaftsstruktur. Gleich mehrfach fragte Inmi Patterson nach der Bedeutung der Fischerei in Rendsburg - sie habe in der Gegend schon häufiger hervorragenden Räucherfisch gegessen. Damit konnte Bürgermeister Gilgenast allerdings nicht dienen: Die Bedeutung der Fischerei in der Stadt bezeichnete er als "nachrangig". Dass die Generalkonsulin als Mittagessen Scholle wählen konnte, mag sie ein wenig entschädigt haben. Als Gastgeschenke konnte der Gast unter anderem einen Pin mit Stadtwappen und einen Glaswürfel mit gravierter Hochbrücke in Empfang nehmen.

Die Einladung zu einem anschließenden Spaziergang durch die Altstadt mit weiteren schönen Plätzen und einer Besichtigung des Alten Rathauses musste Inmi Patterson ablehnen - für sie und ihre Bodyguards stand noch ein Besuch in Heide an. Ob sie auch dort von einer schönen Stadt gesprochen hat, ist allerdings nicht überliefert.

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