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Fussball : Huss sorgt für späte Frustration am Bahndamm

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gegentreffer kurz vor dem Abpfiff besiegelt in der Fußball-Verbandsliga Nord-Ost die Niederlage des Osterrönfelder TSV.

Der Frust bei Spielern und Verantwortlichen des Osterrönfelder TSV saß tief. Mit seinem Treffer zum 3:2 (2:2)-Endstand kurz vor dem Abpfiff riss Bordesholms Marco Huss den Gastgebern im Spiel der Fußball-Verbandsliga einen schon sicher geglaubten Punkt noch aus den Händen.

Während die Gäste ihr Glück kaum fassen konnten, schlichen die Osterrönfelder mit hängenden Köpfen vom Platz. „Bei einem 2:2 hätte sich niemand beschweren können, wir nehmen die drei Punkte aber sehr gerne mit“, meinte Bordesholms Co-Trainer Alf Baatz. „Das war das Glück des Tüchtigen.“ Nach einer kurzen Phase des Abtastens sorgte Schiedsrichter Lars Duchow (Tellingstedt) für das nötige Feuer im Spiel, als er den Gästen einen aus OTSV-Sicht fragwürdigen Elfmeter zusprach. Bordesholms Kai Weschler ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher (13.). Den Ton gab jedoch in der Folgezeit das Team vom Bahndamm an, die vor allem spielerisch die Partie dominierten. So verfehlte Bojan Grbavac nach einem Freistoß aus gut 18 Metern nur knapp den Ausgleich, lediglich der Innenpfosten rettete Bordesholm. Nach gut einer halben Stunde zeigte Schiedsrichter Duchow abermals auf den Elfmeterpunkt und entfachte erneut hitzige Diskussionen. Dieses Mal entschied er aber zugunsten der Platzherren. OTSV-Torwart Daniel Jeromin (33.) überwand seinen Bordesholmer Kollegen Nils Bitterling mit einem platzierten Schuss in die untere linke Ecke. Angetrieben durch den Ausgleich preschte die Elf von Trainer Olaf Lehmann weiter nach vorne und legte gleich nach. Florian Kuklinski brachte den Ball per Flanke in den Strafraum und Grbavac schob zur 2:1-Führung ein (37.). „Das war ein Tor wie aus dem Lehrbuch“, lobte Bordesholm Co-Trainer Trainer Baatz, dessen Team noch vor dem Seitenwechsel zurückschlug. Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gelang Huss der 2:2-Ausgleich. „Solch ein Gegentreffer direkt vor der Pause ist ärgerlich. Das hat uns das Genick gebrochen“, zeigte sich OTSV-Coach Olaf Lehmann frustiert.

Während die Platzherren diesen herben Rückschlag einstecken mussten, erfuhren die Gäste für den zweiten Durchgang einen Motivationsschub.

Dieser spiegelte sich primär in der kämpferischen Haltung wider. Folglich entwickelte sich die Partie zu einem offenen Schlagabtausch, bei dem keine Mannschaft zurückstecken wollte. Brenzlige Torraumszenen und Fouls auf beiden Seiten heizten die Partie weiter an. Letztendlich aber setzte Bordesholms Huss (87.) dem Spiel den Deckel auf den Topf und besiegelte den knappen 3:2-Erfolg seiner Elf. „In der zweiten Halbzeit ist das Niveau runtergegangen, spielerisch konnten wir nicht an unsere Drangphase nach dem 0:1-Rückstand anknüpfen“, resümierte Lehmann zähneknirschend.

Osterrönfelder TSV: Jeromin – Müller, Sopha, Halver, Zapfe (90. Hardt) – Kock (80. Piotraschke), Dollnick – Mosebach (70. Weihmann), Grbavac, Horstmann, Kuklinski.

SR: Duchow (Tellingstedt). – Zuschauer: 180.

Tore: 0:1 Kai Weschler (13./FE), 1:1 Daniel Jeromin (33./FE), 2:1 Bojan Grbavac (37.), 2:2 Marco Huss (45.), 2:3 Marco Huss (87.).

 

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