Hundezählung erbrachte 207 neue Vierbeiner

dackel frei

shz.de von
06. Januar 2015, 15:35 Uhr

Bis zum 30. Dezember waren die Hundezähler im Auftrag der Stadt unterwegs – jetzt liegen die Ergebnisse vor: Seit Bekanntgabe des Zensus am 8. Oktober des vergangenen Jahres (wir berichteten) wurden im Rathaus 207 neue Vierbeiner angemeldet. Für jeden Hund muss der Besitzer mindestens 100 Euro Steuern im Jahr zahlen. Dadurch fließen rechnerisch 20  700 Euro zusätzlich in die Stadtkasse – möglicherweise aber noch mehr. Denn nach Angaben von Stadtkämmerer Herwig Schröder wurde noch nicht ausgewertet, wie viele Zweithunde sich unter den neu registrierten Hunden befinden. Sie werden seit Jahresbeginn deutlich höher als bisher besteuert (150 Euro im Jahr).

Der oberste Kassenhüter ist mit dem Ergebnis der dritten „Hundebestandsaufnahme“, so die offizielle Bezeichnung im Rathaus, zufrieden. Bereits 1998 und 2004 hatten Mitarbeiter eines privaten Dienstleisters alle Haushalte aufgesucht, um Steuersünder ausfindig zu machen. Wie viele zahlungsmüde Hundehalter dieses Mal ertappt wurden, weiß Schröder noch nicht. Die Protokolle der externen Verwaltungshelfer wurden noch nicht ausgewertet. „Die Masse ist schon aufgrund der Ankündigung der Hundebestandsaufnahme zu uns gekommen“, sagt Schröder. Die Rückmeldungen in der Rendsburger Bevölkerung seien sehr positiv gewesen, es habe keine Beschwerden gegeben.

Im Rathaus sind nun 1480 Hunde registriert. Der Zensus kostet in etwa so viel (20  000 Euro), wie er im ersten Jahr zusätzlich einbringt. Herwig Schröder selbst bekam übrigens auch Besuch von den Zensus-Mitarbeitern. Die Frage, ob er Hundehalter sei, verneinte der Kämmerer. Seine Familie hütet nur zwei kleine Kornnattern – und die fallen nicht unter das Steuergesetz.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen