zur Navigation springen

Vogelgrippe : Hunde an die Leine, Katzen ins Haus

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wegen der Vogelgrippe wurde Büdelsdorf jetzt offiziell zum Beobachtungsbezirk erklärt. Haustiere dürfen nicht frei herumlaufen.

Hinweisschilder mit dem Aufdruck „Wildvogel-Geflügelpest, Beobachtungsgebiet“ sind an den sechs Einfallstraßen nach Büdelsdorf angebracht worden. Der Grund dafür ist das Auffinden von toten Wasservögeln am Ufer des Wittensees am 17. November. Im Umkreis von drei Kilometern um den Fundort herum wurde ein Sperrbezirk eingerichtet. Das Beobachtungsgebiet umfasst einen Umkreis von 10 Kilometern. Dazu gehörten auch Teile der Stadt Rendsburg. Diese fallen aber ab morgen aus dem Beobachtungsgebiet heraus, wie die Kreistierärztin Dr. Manuela Freitag auf Nachfrage mitteilte. Man habe die Gebiete zusammengefasst und begradigt. Durch neue Funde von toten Vögeln würden drei zusätzliche Sperrbezirke in Kronshagen, Missunde und Hoffeld eingerichtet. Die Gesamtzahl im Kreisgebiet steigt dadurch auf sieben.

Bei der Stadt Büdelsdorf ist Torsten Trautmann vom Ordnungsamt für alle Fragen zum Beobachtungsgebiet zuständig. „Hier ist alles ruhig“, stellte er fest. Die Haustierhalter seien über ihre Pflichten informiert, ihre Hunde und Katzen nicht frei laufen zu lassen. Wobei es bei Katzenhaltern zu Problemen komme, da viele Katzen Freigänger seien und es schwierig sei, diese nur in der Wohnung zu halten. Zwei Anrufe von Katzenhalterinnen habe er zu diesem Thema gehabt. „Aber wir können da keine Ausnahmen zulassen“, machte Trautmann deutlich.

Die Stadt vertraue bei der Einhaltung der Vorschriften auf die Vernunft ihrer Bürger. Bisher habe es keine Rückmeldungen von Nachbarn gegeben, dass gegen die Vorschriften verstoßen werde. „Das ist bei den Haustierbesitzern angekommen“, meinte Trautmann. Bisher mussten noch keine Bußgelder verhängt werden. Gestern sei der erste tote Wildvogel gemeldet worden. „Eine ältere Dame hat unter ihrem Balkon einen toten Vogel gefunden.“

Im Internet unter www.buedelsdorf.de informiert die Stadt über die Verhaltensregeln im Beobachtungsgebiet. Demnach müssen Halter von Hunden und Katzen sicher stellen, dass ihre Tiere nicht frei herumlaufen, da diese die Erreger übertragen können. Federwild darf nicht ohne Genehmigung des Veterinäramtes des Kreises gejagt werden. Gehaltene Vögel dürfen nicht zur Aufstockung des Wildvogelbestandes frei gelassen oder aus dem Beobachtungsgebiet gebracht werden. Wer einen einzelnen toten Vogel entdeckt, solle diesen mit Hilfe eines einfachen fest verschlossenen Plastikbeutels über den Hausmüll entsorgen. Über den Fund soll in jedem Fall das Ordnungsamt der Stadt Büdelsdorf, Tel. 04331  /  355  254, Montag bis Freitag 7.30 bis16.30 Uhr, oder per E-Mail an torsten.trautmann@buedelsdorf.de informiert werden. Sollten mehrere tote Vögel an einer Stelle gefunden werden, soll ebenfalls das Ordnungsamt benachrichtigt werden. Von dort werde dann umgehend die Einsammlung und Weiterleitung der verendeten Vögel an das Veterinäramt des Kreises veranlasst.

In Büdelsdorf gibt es keine großen Geflügelhaltungsbetriebe. Aber auch die kleinen Züchter sind verpflichtet, ihr Geflügel im Stall zu halten. „Wir werden unsere Internetseite immer aktuell halten“, versprach Trautmann. „Ich hoffe, dass alles gut läuft.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen