Hüttener Berge mit sattem Überschuss

Peter  Vogel
Peter Vogel

Jahresrechnung zeigt: Amt kann 115 000 Euro zurücklegen

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04. Juni 2014, 12:20 Uhr

Das Amt Hüttener Berge hat gut gewirtschaftet. Wie die Jahresrechnung 2013 ergab, erzielte es einen Jahresüberschuss von gut 263 000 Euro. Es verbuchte 112 000 Euro Mehreinnahmen. So ergab die Rechnung bei den Verwaltungs- und Projektkosten Einnahmen von mehr als 52 000 Euro. Dieses Geld zahlten die Gemeinden anteilig, wenn sie das Fachpersonal der Verwaltung, etwa für Bauvorhaben in Anspruch nahmen, statt ein externes Ingenieurbüro zu beauftragen. Gespart wurde auch bei den Personalkosten – rund 70 000 Euro. Eine vakante Stelle wurde erst mit dreimonatiger Verzögerung wiederbesetzt, eine weitere durch den Einsatz anderer Mitarbeiter kompensiert. Gut 90 000 Euro sparte das Amt beim Verwaltungs- und Betriebsaufwand, darunter 27 000 Euro bei den Geschäftsausgaben und 13 500 Euro bei Post- und Telefonentgelten. Die außerplanmäßigen Ausgaben fielen angesichts eines Gesamthaushaltes von insgesamt 6,8 Millionen Euro eher gering aus. „Aufgrund des hohen Überschusses können wir auf die geplante Rücklagenentnahme von 150 000 Euro verzichten“, betont Fachdienstleiter Finanzen, Matthias Philipp. Stattdessen können sogar 115 000 der Rücklage zugeführt werden.

Der Kauf eines Zweifamilienhauses, um dort Asylbewerber und Flüchtlinge unterzubringen, kommt für das Amt zunächst nicht in Frage. Das hat der Ausschuss beschlossen. Das Gebäude sei zu groß und eine Nutzung somit nicht wirtschaftlich, sagte Matthias Philipp. Stattdessen favorisiere das Amt die Aufstellung von Containern an der Obdachlosenunterkunft in Ramsdorf. Das Kreisbauamt hat laut Amtsvorsteher Gero Neidlinger (CDU) eine Bauvoranfrage positiv beantwortet. Für zehn Jahre könnten die Container errichtet werden. Sechs Personen wurden bereits in Ramsdorf untergebracht, 15 werden noch in diesem Jahr erwartet.

Die Bemühungen von Amt und Gemeinden, Wohnungen für die Menschen anzumieten, schlugen weitgehend fehl. Lediglich in Groß Wittensee hätte eine Wohnung für ein Ehepaar angemietet werden können, teilte Philipp mit. Sehestedts Gemeindechefin Rita Koop bedauerte die geringe Bereitschaft aus der Bevölkerung, Menschen in Not aufzunehmen. Sie erinnerte an die Zeit nach dem Krieg, als nicht lange gefragt wurde, jemandem eine Unterkunft zu geben, das sei selbstverständlich gewesen. „Und das war eine deutlich schwierigere Zeit gewesen“, betonte Koop.

Neu im Amtsausschuss ist Peter Vogel (Bürger für Owschlag, BfO). Er rückt für Dieter Maronde (BfO) nach, der seinen Wohnort nach Rendsburg verlegt hat. Ihm dankte Gero Neidlinger für die drei Jahre im Amtsausschuss, erinnerte aber auch an die über 30 Jahre, die Maronde als Kommunalpolitiker tätig gewesen ist.

Geehrt wurden während der Sitzung auch Christiane Ostermeyer (CDU, Owschlag), die seit 15 Jahren dem Amtsausschuss angehört. Seit 20 Jahren sind Jens Kühne (AKWG, Bünsdorf), Rita Koop (SPD, Sehestedt) und Heinrich Dietrich Janzen (KWG, Neu Duvenstedt) dabei. Sie hätten ihre Zeit in den Gremien nicht abgesessen, sondern konstruktiv und auch mit kritischen Beiträgen die Arbeit im Ausschuss bereichert. „Ihr seid beispielgebend“, lobte Neidlinger das ehrenamtliche Engagement der vier Geehrten.

Der Hauptausschuss stimmte der Wahl von Frank Schröder zum Wehrführer des Amtes und von Stellvertreter Stefan Siewe zu.

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