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Handball-Schleswig-Holstein-Liga : HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in der Pflicht

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Im Topspiel empfängt das Team von Volker Paul den Spitzenreiter Marne/Brunsbüttel. Der TSV Alt Duvenstedt will mit einem Sieg aus dem Tief.

Während die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg nach dem 36:33-Derbysieg in der Vorwoche beim TSV Alt Duvenstedt weiter in der Spitzengruppe der Handball-SH-Liga mitmischt, sind die Alt Duvenstedter auf dem Boden der Tatsachen – im Tabellenmittelfeld – angekommen. Mit einem nunmehr ausgeglichenen Punktekonto muss das Team von Trainer Gunnar Kociok am Sonntag bei der HSG Tills Löwen alles daransetzen, wieder in den positiven Bereich zu kommen. Die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD kämpft derweil am Sonnabend gegen die HSG Marne/Brunsbüttel um die Tabellenspitze.

In der SH-Liga der Frauen will die HSG Kropp-Tetenhusen II den Anschluss an das vordere Tabellendrittel halten. Dafür muss das Team von Trainer Gunnar Schlott das Heimspiel gegen den Oberligaabsteiger HSG Holstein/Kronshagen gewinnen. Im „Duell der Kellerkinder“ stehen sich der Drittletzte VfL Geesthacht und das bislang noch sieglose Schlusslicht HSG Eider Harde gegenüber.

SH-Liga, Männer
HSG Schülp/W’feld/RD – HSG Marne/Brunsbüttel (Sbd., 16.45 Uhr)

Es ist das Schlagerspiel des Wochenendes, wenn der Aufsteiger und Spitzenreiter Marne/Brunsbüttel in die Heidesandhalle kommt. Ab 16.45 Uhr wird sich zeigen, ob die Dithmarscher bislang nur Glück hatten oder aber ein wirklicher Aufstiegsaspirant sind. „Mit Glück allein steht man sicherlich nicht oben. Es wird die Frage aber sein, ob sie den Erfolg die ganze Saison über halten können. Das wird sich in der Rückserie zeigen. Fest steht für uns, dass wir gewinnen müssen, wenn wir oben bleiben wollen“, stellt Schülp/Westerrönfelds Trainer Volker Paul klar. Die Bilanz der Gäste ist überragend. Nur ein Remis bislang sowie fünf Siege bedeuten, dass sie ungeschlagen nach Westerrönfeld reisen. Völlig unbekannte Handballer sind die Marner aber nicht. Schon in der vergangenen Spielzeit waren sie als Aufsteiger in die Landesligasaison gestartet, nachdem ein relativ müheloser Durchmarsch durch die Kreisoberliga direkt davor gelang. Am letzten Spieltag schafften die ehemaligen Handballer der SG Dithmarschen-Süd dann den erneuten Aufstieg. Und hier liegt auch das Geheimnis des Erfolges. Verstärkt durch ehemalige Oberligaspieler spielt Marne zurzeit wohl schlicht in der Liga, in die das Team auch mindestens gehört, alles Bisherige war nur der Weg dorthin. „Sie sind von Verletzungen verschont geblieben und haben nur einen kleinen Kader, deshalb glaube ich, dass wir im Vorteil sind, wenn wir keine Personalsorgen haben“, sagt Paul. Einen Ausfall gibt es allerdings, denn der ehemalige Dithmarscher Andreas Tietjens kann aufgrund eines Muskelfaserrisses nicht im Tor stehen. Jens-Christian Woldt ist mit Knieproblemen zumindest angeschlagen. Weil aus Marne ein Bus mit Schlachtenbummlern erwartet wird, hofft Paul auf eine ebenbürtige Anzahl Westerrönfeld-Fans. „Das würde uns schon sehr helfen“, sagt er.

HSG Tills Löwen – TSV Alt Duvenstedt (So., 16 Uhr)

Ein Sieg würde TSV-Coach Gunnar Kociok und seinem Team nach der jüngsten Derby-Niederlage gut tun. Und die Chancen stehen nicht schlecht, denn die „Löwen“ haben erst ein einziges Mal gewonnen und stehen mit 2:10 Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nur gegen die HSG Nord-NF klappte es, zuletzt setzte es eine herbe 28:41-Klatsche gegen den TuS Lübeck. Das ist aufgrund des eigentlich guten Kaders, der einige ehemalig hochklassige Spieler enthält, überraschend. Drei Niederlagen in Folge sind aber für den TSV Alt Duvenstedt auch nicht gerade ein Grund, mit stolz geschwellter Brust am Sonntag die Riemannhalle zu betreten. Demnach darf sich der TSV auch nicht als Favorit bezeichnen, zumal es Kocioks Leuten zuletzt nicht gelang, Nord-NF zu schlagen. „Wir müssen langsam gewinnen, sonst wird es haarig“, gibt Kociok zu. Er hat sich bereits mit den Abstiegsmodalitäten in der Liga befasst und daraus Schlüsse gezogen. „Weil der direkte Vergleich zählt, können solche Spiele sehr wichtig sein. Zudem sollten hohe Niederlagen vermieden werden, wenn man am Ende keine Überraschung erleben will“, sagt er. Zur besseren Spielvorbereitung wird Kociok den Gegner per Video studieren, das benötigte Material erhielt er von Westerrönfelds Trainer Volker Paul. „Wir helfen uns da gegenseitig aus“, erzählt Kociok, der auf seinen Kader aus dem Derby zählen kann. Auf der Torhüterposition wird er hinter Frederik Klapdor diesmal wohl nicht Normen Koch aufbieten, sondern Lasse Quarck oder Nils Himmelsbach den Vortritt lassen.

SH-Liga, Frauen
Kropp-Tetenhusen II – HSG Holstein/Kronsh. (Sbd., 17.15 Uhr)

Die HSG Kropp-Tetenhusen II geht mit viel Rückenwind und voller Elan in das Heimspiel gegen Holstein/Kronshagen. „Die Kielerinnen sind ganz schwer auszurechnen. Die alte erste Sieben hat den Verein verlassen. Nachgerückt sind junge, talentierte Spielerinnen, die erst nach und nach in die Fußstapfen treten können“, sagt Kropps Trainer Gunnar Schlott, der hofft, dass nicht gerade in dem Heimspiel in Kropp der Knoten bei den Kielerinnen platzt. Holstein/Kronshagen steht als Oberligaabsteiger unter großem Druck, erwartet man doch einen Wiederaufstieg. Das hat die Kielerinnen, die mit 4:10 Punkten nur auf Platz neun stehen, bisher mehr gelähmt als motiviert. „Wir werden auf jeden Fall auf der Hut sein und ebenso konzentriert wie gegen Tarp/Wanderup und Eider Harde in die Begegnung gehen. Wir lassen uns nicht durch den Tabellenplatz der Gäste zum Leichtsinn verleiten“, sagt Schlott, der seine Bestbesetzung aufbieten kann.

VfL Geesthacht – HSG EIder Harde (So., 16 Uhr)

Die HSG Eider Harde braucht unbedingt einen Sieg. „Bisher sind hier und da bei uns leichte Verbesserungen zu sehen, doch für einen Erfolg hat es bisher nicht gelangt“, hofft HSG-Trainer Johannes Weinschütz auf eine Wende zum Positiven. „Wir werden alles dafür geben, die Punkte aus Geesthacht mitzubringen“, verspricht der Coach, der selbst aber nicht dabei sein kann. Für ihn wird wieder Sünje Schütt die Mannschaft betreuen. Bis auf Christin Peters sind alle anderen Spielerinnen dabei. Der Gastgeber dagegen hat personelle Probleme, kann seine Mannschaft aber auch nicht durch die A-Jugend ergänzen, weil die ebenfalls fast zeitgleich spielt. Für die HSG Eider Harde vielleicht die Chance, die ersten Punkte zu holen.

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