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Handball-SH-Liga : HSG Schülp/Westerrönfeld/RD beendet Marner Höhenflug

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach 37:30-Erfolg übernimmt das Paul-Team die Tabellenführung.

Der Höhenflug der HSG Marne/Brunsbüttel in der Handball-Schleswig-Holstein-Liga der Männer ist beendet. Mit 37:30 (16:15) brachte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg dem bis dahin ungeschlagenen Aufsteiger die erste Niederlage bei und verdrängte Marne/Brunsbüttel überdies von der Tabellenspitze. Dort steht Schülp/Westerrönfeld/RD, punktgleich mit dem TuS Lübeck.

Volker Pauls Vorahnungen wurden bestätigt. „Ich denke, dass wir durch unseren größeren Kader mehr Möglichkeiten als Marne haben, hinten heraus den Druck erhöhen zu können“, sagte der Westerrönfelder Trainer vor der Begegnung und orakelte damit ziemlich genau den Spielverlauf. Die von der Westküste angereisten Gäste hielten lange Zeit mit, forderten die Westerrönfelder vor allem durch ihre individuelle Klasse, mussten aber ab der 45. Minute konditionell nachgeben. Pauls Team nutzte das, um sich von 23:22 auf 37:30 abzusetzen und dem Sieg des Oberligaabsteigers gegen den Landesligaaufsteiger das Prädikat „standesgemäß“ hinzuzufügen. Dazu war aber einiges an Kampf und Geduld vonnöten, denn Marne machte es, unterstützt von den mitgereisten Fans, Westerrönfeld zunächst sehr schwer. Lediglich beim 13:10 konnten sich die Gastgeber in der ersten Halbzeit etwas weiter absetzen, meistens jedoch lag der Vorsprung bei einem oder zwei Toren. „Wir hatten vor allem gegen deren Mittelmann und Halblinken Probleme. Da fehlte in Eins-gegen-eins-Situationen häufig die Seitensicherung“, analysierte Paul, der sich jedoch erneut auf seinen schlagkräftigen Angriff verlassen konnte.

Der Offensive war es geschuldet, dass Marne ständig einem knappen Rückstand hinterherlief. Auf Halblinks teilten sich Janek Fisch und Jens-Christian Woldt die Einsatzzeit und machten die „Königsposition“ damit weniger ausrechenbar. Das galt zudem für das gesamte Westerrönfelder Spiel, denn von allen Positionen sorgten Pauls Leute für Gefahr. „Dazu kam eine super Leistung von Nils Martensen im Tor, der vor allem in der Schlussphase sehr gut gehalten hat“, lobte der Trainer. Aufgrund des Ausfalls des zweiten Keepers Andreas Tietjens war Martensen der erste Mann im Kasten und gab keinen Anlass dazu, den neben der Bank wartenden Keeper der „Zweiten“, Lennart Buhmann, in den Spielbericht eintragen zu müssen, sodass er noch für seine Mannschaft auflaufen konnte.

„Ich freue mich sehr über den Sieg, wobei ich lieber nur 25 Gegentore kassiert hätte“, gab Paul zu und spielte damit auf die unterschiedlich erfolgreichen Mannschaftsteile an. Ligaweit hat die HSG den besten Angriff, jedoch die drittschlechteste Deckung. „Das kann dann problematisch werden, wenn es vorne mal nicht klappt. Deshalb ist das etwas, woran wir arbeiten müssen“, sagte Paul.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen – Hartwig (1), Pieper (8/2), Jüschke (4), Fisch (4), Petriesas (9/4), Seehase, Cardis, Ranft (6), Sievers, Reick (1), Woldt (4).

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