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Handball : HSG Kropp/Tetenhusen stolpert in die neue Saison

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Vizemeister der vorigen Spielzeit kam zum Saisonauftakt in eigener Halle nur zu einem 26:26 gegen Aufsteiger THW Kiel.

Der letztjährige Vizemeister HSG Kropp/Tetenhusen ist in die neue Saison in der Handball-Oberliga der Frauen gestolpert und ließ gegen Aufsteiger THW Kiel beim 26:26 (12:13) einen Punkt liegen, obwohl die Mannschaft von Interimstrainerin Lena Leptien kurz vor dem Schlusspfiff bereits mit 26:24 geführt hatte. Ein gelungener Saisonauftakt sieht anders aus.

Anscheinend haben sich die Spielerinnen doch von den Vorkommnissen im Vorfeld der Partie verunsichern lassen. Wie berichtet musste Neu-Trainer Randolf Weyland nur drei Tage vor dem ersten Anpfiff der Saison gehen. Der HSG-Vorstand zog die Reißleine, sah das Team schlecht auf die anstehende Saison vorbereitet. „Man hat gegen den THW schon gemerkt, dass wir eine kurze Vorbereitung mit nur wenigen Testspielen hatten. Die Absprachen haben noch nicht geklappt“, erklärte Leptien. Es sei eine schwache Leistung gewesen, die ihr Team am ersten Spieltag abgerufen habe.

Sarah Jörgensen, Dörte Paul und Katja Ohm nahm Leptien von der Kritik aus. Jörgensen und Paul hielten ihre Farben mit insgesamt 14 Toren im Spiel, Ohm zeigte in der zweiten Hälfte in der Abwehr eine engagierte Vorstellung. Ansonsten erwies sich die HSG-Defensive eher löchrig wie ein Schweizer Käse. Dementsprechend wenige Ballgewinne und Abpraller verbuchten die Gastgeberinnen, um diese in einfache Tore umzumünzen. „Wir haben nur ein einziges Tempogegenstoß-Tor gemacht. Normalerweise ist der Konter unsere Stärke“, konstatierte Leptien. Ihre Mannschaft ließ sich von den endlosen Angriffen der Gäste einlullen. Als herausragender Akteurin bei den Kielerinnen erwies sich Sarah Scherner. Die hünenhafte Halblinke erzielte elf Tore. Nach dem Wechsel führte der THW überraschend deutlich mit 19:16.

Doch dann drehten die Kropperinnen das Spiel, lagen 26:25 vorne. Die HSG stand kurz vor dem ersten Saisonsieg, wäre da nicht der letzte lange Pass gewesen, der vorbei an Freund und Feind ins Aus flog. Die Strafe für die überhastete Aktion folgte auf dem Fuß. Der THW spielte Swantje Holst auf Linksaußen blank, die zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff zum Endstand traf. Leptien: „Wir hätten trotz der nicht so guten Leistung das Spiel gewinnen können.“

HSG Kropp/Tetenhusen: Cornehl (1.-25.), Maelzer (ab 25.); – Pahl (3), Paul (6), Rohwer (1), Ohm (1), Krück (3), Kösling, Seidel (4/3), Jörgensen (8/2), Jöns, Lübker.


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