zur Navigation springen

Handball-Oberliga : HSG Eider Harde findet zurück zu alter Heimstärke

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Oberliga-Handballer feiern einen überraschenden 30:27-Erfolg gegen den TSV Ellerbek.

Na bitte! Die alte Heimstärke ist zurück. In eigener Halle haben die Männer der HSG Eider Harde am Sonnabend ihren zweiten Saisonsieg in der Handball-Oberliga eingefahren. Einer, der nicht unbedingt zu erwarten war. Immerhin empfing die Mannschaft von Trainer Christian Gosch den TSV Ellerbek, der in fast gleicher Besetzung in der vergangenen Serie Vize-Meister wurde. Nach 60 intensiven Minuten hatten die jungen Eider-Handballer die körperlich überlegenen Gäste mit 30:27 (13:10) niedergerungen. „Das war ein absolut verdienter Sieg“, meinte Gosch. Und einer, der die Hoffnung schürt, dass die HSG die Klasse halten kann. Hürup vor zwei Wochen, jetzt Ellerbek: zwei Heimsiege innerhalb von 14 Tagen. Zu Hause wissen die HSG-Spieler offenbar, mit welchen Tugenden sie punkten können.

Schönspielerei gehört definitiv nicht dazu. Aggressivität, Zweikampfstärke, Siegeswille, alles Grundhaltungen, die die HSG in dieser Spielzeit braucht. Christian Gosch nennt es gerne „sich den Arsch aufreißen“. Wovon jeder Mediziner dringend abraten würde, bedeutet in der Sportsprache: kämpfen bis zum Umfallen. Jannik Oettershagen ist in dem Zusammenhang das beste Beispiel. Zur Überraschung vieler Fans stand er im Kader. Noch am Donnerstag ging Gosch davon aus, dass er auf seinen Rückraum-Mann (Bänderdehnung) verzichten muss. Doch Oettershagen ließ sich den Knöchel daumendick tapen, lief auf und erzielte vier Tore. Keine Vernunftentscheidung, mehr eine Frage der Einstellung.

Genau die stimmte am Sonnabend bei den Eider-Handballern. Die sehr offene 5:1-Abwehr biss sich am Gegner fest. Das Torhüter-Gespann Gerald Dobratz (bis zur 40. Minute) und Simon Treziak (ab 40.) verlieh seinen Vorderleuten zusätzliche Stabilität – anders als auf der gegenüberliegenden Seite. Gosch: „Im Tor hatten wir Vorteile.“ Die anfängliche Nervosität (2:5) war schnell verflogen, zur Pause führte die HSG mit 13:10. In doppelter Überzahl erhöhten die Hausherren danach auf 15:10. So ging es weiter bis zum 24:19. Dann schwanden die Kräfte, wie so oft zuletzt. Ellerbek verkürzte auf 28:27. Doch irgendwie brachten die Gastgeber die Führung über die Zeit. Bemerkenswert: In der Crunchtime, also in der entscheidenden Schlussphase, standen auf den beiden Halb-Positionen zwei A-Jugendliche auf dem Feld. Lars Wiese auf Links und Philip Meyer auf Rechts. Bezeichnend für die Philosophie der HSG Eider Harde. Die jungen Talente werden nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern ins eiskalte. Das Gute: Sie können perfekt schwimmen.
Die Zusammenarbeit zwischen Männer und A-Jugend kann noch ein großer Vorteil in dieser Saison für die HSG werden.

HSG Eider Harde: Dobratz (1.-40.), Treziak (ab 40.) – Brown (6), Oettershagen (4), Behmer (4), Bendixen (2), Gosch (10/5), Reinsch, Plöhn (4), Wiese, Meyer, Hell, Petersen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen