Handball-Oberliga : HSG Eider Harde chancenlos gegen übermächtigen HSV

Glücklos: Jannik Oettershagen (vorn) von der HSG Eider Harde hat sich zwar am Kreis des HSV durchgekämpft, scheitert mit seinem Wurf aber anschließend am gegnerischen Torhüter.
Glücklos: Jannik Oettershagen (vorn) von der HSG Eider Harde hat sich zwar am Kreis des HSV durchgekämpft, scheitert mit seinem Wurf aber anschließend am gegnerischen Torhüter.

Das Team von Trainer Christian Gosch kassiert eine deutliche 25:40-Niederlage.

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01. Dezember 2014, 05:33 Uhr

Sie fiel so erwartbar wie deftig aus: Die Niederlage der Oberliga-Handballer der HSG Eider Harde gegen den heißen Aufstiegsaspiranten HSV Hamburg II überraschte eigentlich niemanden. 25:40 ging die Mannschaft von Trainer Christian Gosch in eigener Halle unter. Trotzdem war der Coach zufriedener als noch vor einer Woche nach der 20:33-Klatsche in Preetz. „Diesmal war es nicht so peinlich“, sagte Gosch. Selbst wenn die übermächtigen Hamburger die Partie schon nach 30 Minuten entschieden hatten. Zur Pause führten die Gäste mit 20:9. Dabei hielt die ersatzgeschwächte HSG in den ersten 20 Minuten noch gut mit – obwohl mit Thore Kuhrt, Steffen Oeltjen, Sven Böhrnsen (alle verletzt) und Sven Bendixen (beruflich verhindert) vier Akteure fehlten, davon drei Stammspieler.

Bis zum Stand von 8:11 war die Eider-Welt in Ordnung. Abwehr- und Torwartleistung stimmten. Im Angriff fing der Trainer mit der Rückraum-Formation Jörg Gosch auf der Mitte sowie Jannek Brown (links) und Jannik Oettershagen (rechts) auf den Halb-Positionen an. Später kam auch Linkshand Philip Meyer aus der A-Jugend ins Spiel. Das Problem: Die Hausherren kombinierten anständig, spielten sich gute Chancen heraus, doch Ende der ersten Hälfte verballerten sie reihenweise klarste Tormöglichkeiten. „Wir haben in dieser Phase vier Hundertprozentige verworfen, hinzu kamen zwei Pfostentreffer und ein paar technische Fehler. Dann kommt so ein Halbzeitergebnis zustande“, resümierte Gosch.

Nach dem Seitenwechsel sei es ein komisches Spiel gewesen, befand der Coach. Statt ein wenig den gnadenlosen Vollgas-Handball der Hamburger zu verschleppen, ging seine Mannschaft das Tempo voll mit. Angriffe dauerten manchmal nicht länger als wenige Sekunden, dann nahm sich irgendein Eider-Spieler ein Herz. Letztendlich verloren die Gastgeber die zweite Halbzeit „nur“ mit vier Toren Unterschied. Gosch gab zu: „Es war ein Klassenunterschied erkennbar.“

Am kommenden Wochenende darf das nicht noch einmal passieren. Dann geht es zum Tabellenletzten MTV Herzhorn. Ein Auswärtssieg ist oberste Bürgerpflicht.

HSG Eider Harde: Dobratz, Treziak – Brown (6), Oettershagen, Behmer (1), Gosch (5), Reinsch (1), Plöhn (5), Meyer (1), Hell (3), Petersen (2), Ketelsen, Weigmann (1).

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