Handball-Oberliga : HSG Eider Harde auswärts weiter sieglos

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Nach der Niederlage im Kellerduell beim MTV Herzhorn wird die Luft für die HSG dünner.

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08. Dezember 2014, 06:00 Uhr

Auswärts ist bei der HSG Eider Harde in dieser Saison der Wurm drin. Auch beim bisherigen Schlusslicht der Handball-Oberliga, dem MTV Herzhorn, will den Männern von Trainer Christian Gosch nicht der erste Sieg in der Fremde gelingen. 31:36 (15:15) wird die HSG nach Hause geschickt. Schuld an der Niederlage war eine indiskutable Abwehrleistung plus unterirdische zehn Minuten nach Wiederanpfiff. 31 geworfene Tore auswärts gehen in Ordnung, 36 eingefangene gegen den Tabellenletzten spiegeln dagegen das Hauptproblem der HSG wider. Die Abwehr ließ den Gegner gewähren. „Einige meiner Spieler haben leider unter ihrem Niveau gespielt“, bilanzierte Gosch.

Dazu zählte sicher nicht „Comebacker“ Steffen Oeltjen, den Gosch nach seiner Handverletzung gleich von Anfang an auf die Platte schickte. Vorne auf Halbrechts und hinten vorgezogen sollte er der Mannschaft mehr Stabilität verleihen. Insgesamt war jedoch die Herzhorner Defensive wesentlich bissiger, ging aggressiver zu Werke. Eider lief bis kurz vor Ende der ersten Hälfte ständig einem Rückstand hinterher. Zudem wollte den Torhütern nicht viel gelingen. Bezeichnend: Der für den glücklosen Gerald Dobratz eingewechselte Simon Treziak parierte in der 26. Minute den allerersten Ball für die HSG. Prompt kam die HSG besser in die Partie. Vorne strahlte der aus der dritten Mannschaft reaktivierte Ulf Thöming Torgefahr aus. Kapitän Jörg Gosch glich per Siebenmeter zum 13:13 aus. In die Pause gingen die Gäste mit einem 15:15-Unentschieden. Es wirkte so, als hätte sich die Gosch-Truppe gefangen und könnte die Partie nach dem Wechsel an sich reißen.

Doch die ersten zehn Minuten in Halbzeit zwei verpennten die Eider-Handballer komplett. Herzhorn sechs, Eider null: So lautete die bittere Bilanz zwischen der 31. und 40. Minute. Dem Herzhorner Keeper wurden Arme und Beine blau geworfen. Letztlich war es diese Tiefschlafphase, die den Gästen das Genick brach. Bis zum Abpfiff kam die HSG auf maximal drei Treffer heran.

Unterm Strich lässt sich sagen, dass sich hier zwei Teams gegenüberstanden, die völlig zu Recht im Tabellenkeller der Oberliga stehen. Passend zum mäßigen Niveau der Partie sorgte die Schiedsrichterleistung hüben wie drüben für fassungsloses Kopfschütteln. Hanebüchene Entscheidungen zogen sich über die gesamte Spielzeit. Mehr als ein Dutzend Zeitstrafen in einer absolut fair geführten Begegnung sprechen eine deutliche Sprache – und nicht gerade für die Unparteiischen.

HSG Eider Harde: Dobratz, Treziak – Brown (2), Oettershagen, Behmer, Gosch (11/6), Reinsch, Plöhn (7), Hell, Petersen, Oeltjen (3), Thöming (3), Bendixen (5).
 

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