Jugendhandball-Oberligen : HSG BAD kommt unter die Räder

Kein Durchkommen: Kimberly Tödt (weißes Trikot) von der HSG BAD wird von der Ellerbeker Abwehr gestoppt.
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Kein Durchkommen: Kimberly Tödt (weißes Trikot) von der HSG BAD wird von der Ellerbeker Abwehr gestoppt.

Nur eine Woche nach dem 16:45 beim AMTV Hamburg kam die weibliche Jugend A der HSG BAD mit 22:37 gegen den TSV Ellerbek erneut unter die Räder.

Eine Woche nach dem 16:45 beim AMTV Hamburg ist die HSG BAD in der Handball-Oberliga der weiblichen Jugend A erneut unter die Räder gekommen. Gegen den TSV Ellerbek hieß es in eigener Halle nach 60 Minuten 22:37. Noch schlimmer erwischte es die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, die mit einer 20:50-Niederlage im Gepäck vom AMTV Hamburg zurückkehrte. Pech hatten indes die männliche Jugend A der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (22:23 beim TSV Hürup) und die weibliche Jugend B der HG OKT (26:27 gegen SC Alstertal-Langenhorn), die jeweils denkbar knapp verloren. Einen Punkt gab es immerhin für die männliche Jugend B der HG OKT beim 24:24 gegen die HSG Mönkeberg-Schönkirchen. Den einzigen Sieg aller Rendsburger Teams holten die B-Mädchen der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit dem 29:22 bei der SG Oeversee/Jarplund-Weding.

Männliche Jugend A
TSV Hürup – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD 23:22 (11:14)
Eine Dreiviertelstunde lang bestimmte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg die Partie und führte durchweg. Der größte Vorsprung betrug vier Tore beim 14:10 (27.) kurz vor der Pause. Doch in der Endphase der Partie mussten die Gäste ihrer personellen Not Tribut zollen. „Leider sind wir derzeit personell nicht so gut bestückt und mussten mit nur einem Auswechselspieler für den Rückraum auskommen“, berichtete HSG-Trainer Jens-Christian Woldt. Mit zunehmender Spielzeit wurden die Beine seiner Schützlinge immer schwerer, die Würfe ungenauer, die Kräfte erlahmten. Und so kam es, wie es kommen musste: Beim 20:19 (51.) übernahm Hürup die Führung und legte ein 22:20 (54.) vor. Doch die Gäste gaben sich noch nicht geschlagen, kamen durch die Treffer von Leander Marxen und Rasmus Tönsen zum 22:22-Ausgleich (57.). „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, meinte Woldt. Aber daraus wurde nichts, weil Adrian Andresson eine Minute vor dem Abpfiff das 23:22 für den TSV erzielte und die HSG im Gegenzug die Chance zum erneuten Ausgleich vergab.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Vollstedt, Koberg – Albrecht (5/1), Bunse (3/1), Marxen (3), Jordan, Imme (3), Rohn, Szenguleit (2), Schröder, Tönsen (5), Lindhorst (1).


Weibliche Jugend A
HSG BAD – TSV Ellerbek 22:37 (12:18)

HSG-Trainer Malte Böhrnsen ging nach der Niederlage mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. „Das war technisch, taktisch, mental und von der Bereitschaft her ein einziges Defizit. Mit so einer Leistung hat man in der Oberliga keinen einzigen Punkt verdient. Die Niederlage war auch in der Höhe verdient.“ Dabei deutete bis kurz vor der Pause noch nichts auf die Klatsche hin. Beim 10:13 (24.) war man noch in Schlagdistanz zum unmittelbaren Tabellennachbarn, doch bereits beim Seitenwechsel (12:18) zeichnete sich die Niederlage ab. Beim 14:24 in der 36. Minute war der Rückstand auf zehn Tore angewachsen. Ganz bitter verlief die Schlussphase. Das 22:31 (48.) sollte das letzte Erfolgserlebnis für die Gastgeberinnen bleiben, in den letzten zwölf Minuten gelang der HSG kein weiteres Tor mehr, während die Ellerbekerinnen noch sechsmal trafen.

HSG BAD: Rieß, Lipka – Nickels (4), Boysen, Geske (1), Tödt (1), Karstensen, Harten (2), Schmitz (3), Buttkus (1), Jeß (10/5).


AMTV Hamburg – HSG Schülp/Westerrönfeld/RD 50:20 (27:8)

Verkaufte man sich vor einer Woche gegen den Spitzenreiter Buxtehuder SV beim 27:39 noch teuer, so war die HSG dem Tabellenzweiten hoffnungslos unterlegen. Das 2:1 (3.) von Maja Timm sollte die erste und einzige Führung für die Gäste bleiben, die anschließend neun Tore in Folge zum 2:10 (10.) kassierten. Die Hamburgerinnen waren ihrem Gegner in allen Belangen überlegen, nutzten jeden Fehler der HSG brutal aus und zogen bis zur Pause auf 27:8 davon. Auch im zweiten Abschnitt änderte sich an der Dominanz des AMTV, der in Chanelle Malekenang und Isabell Herpell (beide neun Tore) seine Hauptschützinnen hatte, nichts. Immer wieder konnten sich die Gastgeberinnen durchsetzen und aus kurzer Distanz ohne Gegenwehr sicher vollstrecken. Über 30:9 (34.) und 43:18 (53.) wuchs die Führung bis zum Abpfiff auf 50:20 an.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Schmidt, Krämer – Carstensen, Holst (4), Ganske (7), Horst (2/1), König (2), Theis (3), Thommessen, Timm (2), Karstensen.


Männliche Jugend B
HG OKT – HSG Mönkeberg-Schönkirchen 24:24 (12:9)

Punktgewinn oder Punktverlust? HG-Trainer Andreas Eckner war es letztlich egal. „Auch der eine Punkt kann noch sehr wichtig sein. Und wir haben uns weiter vom Tabellenende absetzten können.“ Dabei waren die Vorzeichen alles andere als gut, denn die Gastgeber mussten mit Tom Erich auf ihren Haupttorschützen verzichten. „Dafür haben sich alle anderen so richtig reingehängt“, lobte Eckner. Nach einigen Problemen zu Beginn des Spiels und einem 4:6-Rückstand (11.) fanden die Eckner-Schützlinge allmählich ihren Rhythmus, glichen beim 7:7 aus und legten bis zum Seitenwechsel eine 12:9-Führung vor. Bis zum 18:15 (35.) verteidigte die HG OKT den Drei-Tore-Vorsprung, ehe die Gäste stärker aufkamen. Beim 19:19 (39.) war die Partie wieder völlig offen. Bis zum Abpfiff ging es Tor um Tor. Zunächst legte die HG vor und Mönkeberg zog nach. Doch beim 24:23 waren die Gäste auf die Siegerstraße eingebogen. Niko Rehbehn sorgte mit dem 24:24 schließlich für einen gerechten Ausgang des Spiels.

HG OKT:Haack, Schmidt – Larsen, Carstensen (1), P. Kumstel (3), Koberg (3), Rehbehn (4), T. Kumstel (5), Prang (4), Thomsen (4/2), Petersen, Ehlers.


Weibliche Jugend B
SG Oeversee/Jarplund-Weding – HSG Schülp/W’feld/RD 22:29 (8:15)
Die HSG sorgte schnell für klare Verhältnisse, führte nach 12 Minuten bereits mit 9:3 und dominierte in der Folgezeit die Partie. Erst nach dem 20:9 (33.) folgte ein kleiner Einbruch. „Wahrscheinlich meinten meine Spielerinnen, damit sei die Partie schon gelaufen“, vermutete HSG-Trainer Thorsten Hornig. Die Gäste ließen die Zügel etwas schleifen, so dass Oeversee bis auf 21:26 (47.) heran kam. Hornig: „Nachdem meine Spielerinnen festgestellt hatten, dass die Partie doch noch nicht entschieden ist, haben sie noch einmal angezogen.“ Mit drei schnellen Toren zum 29:21 beseitigten sie dann die letzten Zweifel am verdienten Sieg.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Gersteuer, Asmus – Rohwer (2), Heidemann (5), P. Heider (2), Marlena Peters, Olf, L. Heider (10/1), Marieke Peters (3/1), Hövelmann (4), Holm (1), Bronevski (2).

HG OKT – SC Alstertal-Langenhorn 26:27 (11:8)
Zur Pause durften die Gastgeberinnen noch auf den zweiten Saisonsieg hoffen. „Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel bestimmt“, sagte HG-Trainer Finn Geske mit Blick auf das 11:8 beim Seitenwechsel. Doch mit dem Wiederanpfiff kippte das Spiel. „Leider haben wir einige Male den erkämpften Ballgewinn regelrecht verschenkt und somit die Gäste stark gemacht“, ärgerte sich Geske. Alstertal glich beim 13:13 (30.) aus und ging beim 19:18 (38.) erstmals in Führung gehen. Zwei Minuten vor dem Spielende war mit dem 26:23 für die Gäste die Entscheidung gefallen. „Immerhin haben meine Mädchen bis zum Abpfiff gekämpft“, lobte Geske. Doch mehr als das 26:27 sprang für OKT nicht mehr heraus.

HG OKT: Franzen, Storm – Petersen, Clasen, Huß (6/1), Christofzik (5/1), Tams, Krack (6), Liedtke, Rohwer (2), Christiansen (1), Braun (1/1), Bernhardt (5).

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