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Chance für Rendsburg : Hotelkomplex mit maritimem Flair am Obereiderhafen?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Seit Jahren wird nach einem Investor für das Gelände am Obereiderhafen gesucht. Ein Interessent hat nun ein Konzept vorgelegt. Am 19. Juni soll im Rat eine Entscheidung fallen.

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2014 | 07:00 Uhr

Für eines der wichtigsten städtischen Entwicklungsprojekte bahnt sich eine Lösung an. Nach Informationen der Landeszeitung hat ein Investor ein „sehr ernsthaftes Interesse“ daran, den Obereiderhafen zu bebauen. Wie aus seinem Konzept hervorgeht, will er zwischen Obereider und Eisenbahnlinie eine Hotelanlage mit maritimer Prägung verwirklichen.

Hinter verschlossenen Türen wird über das Projekt seit längeren debattiert. In der vergangenen Woche hatte sich der Bauausschuss mit den Plänen beschäftigt. Verwaltung und Politik kamen überein, das Projekt intensiv weiter zu verfolgen. Dass hier in Sachen Obereiderhafen erstmals Nägel mit Köpfen gemacht werden sollen, lässt sich aus der Planung für die nächste Ratsversammlung ableiten. Am 19. Juni wollen die Ratsmitglieder darüber abstimmen, ob sie dem Unternehmer den Zuschlag erteilen. Seine Chancen stehen gut. Der Bauausschuss jedenfalls sprach sich einstimmig dafür aus.

Eine Bebauung mit dem Schwerpunkt Hotelkomplex käme den Wünschen der Stadt und auch denen des größten Anliegers sehr entgegen. Anfang April hatte ACO-Chef Hans-Julius Ahlmann grundsätzliche Bedenken gegen eine etwaige Wohnbebauung auf demˆ Obereidergelände angemeldet. Er befürchtete negative Auswirkungen auf das in unmittelbarer Nachbarschaft, aber auf Büdelsdorfer Gebiet befindliche ACO-Werk. Einschränkungen des Geschäftsbetriebs, weil sich künftige Anlieger durch den Lärm gestört fühlen könnten, würden auf lange Sicht Erweiterungsinvestitionen erheblich erschweren, so Ahlmann am 9. April in der Landeszeitung.

Dies wurde im Rathaus aufmerksam registriert. Schon damals versicherte man Ahlmann, dass die für den Obereiderhafen mögliche Wohnquote von 50 Prozent (also die Hälfte der 15000 Quadratmeter großen Fläche darf mit Wohnungen bebaut werden), keinesfalls ausgeschöpft werde. Gilgenast versprach, die Anmerkungen aus Büdelsdorf mit den Belangen der Stadt Rendsburg abzuwägen.

Über die Gesamtgestaltung drangen bisher wenig Informationen nach außen. Die Rede ist davon, ein Hotelangebot von überdurchschnittlicher Qualität zu schaffen. Auch die Lage direkt am Ufer soll entsprechend genutzt werden. Ob dafür die bestehende bescheidene Hafenanlage erweitert werden soll, erscheint zwar logisch, wird derzeit jedoch als Verschlusssache gehandelt. Fest steht, dass Wohnungen in nicht geringem Umfang gebaut werden sollen.

Bürgermeister Pierre Gilgenast bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass die Vermarktung des Obereiderhafens in eine konkrete Phase eingetreten sei. Zudem zeigte er sich optimistisch, dass die aktuell vorliegenden Pläne zu einem Abschluss gebracht werden. Zu Details wollte er sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern.

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