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Hospizarbeit: Kinder auf ihrem letzten Weg begleiten

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die 38-jährige Tanja Engel ist neue Mitarbeiterin bei der Pflege Lebensnah in Rendsburg

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 11:47 Uhr

Für viele ist der Tod noch immer ein Tabuthema. Über das Sterben nachzudenken, darüber zu sprechen fällt den Menschen schwer. Doch für Tanja Engel (38) gehört all das zum Berufsalltag. Sie ist die neue Mitarbeiterin beim ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Rendsburg und muss sich täglich mit dem Sterben auseinandersetzen.

Die gelernte Krankenschwester ist gebürtige Hessin. In der Nähe von Marburg hat sie bereits im Krankenhaus bei der Sterbebegleitung gearbeitet. Vor vier Jahren ist sie dann nach Schleswig-Holstein gekommen, jetzt wohnt sie in Felde.

„Wir brauchten dringend eine zusätzliche Arbeitskraft“ begründet die Sozialpädagogin Martina Rühr die Besetzung der neuen Stelle. Den Kinder- und Jugendhospizdienst in Rendsburg gibt es seit fünf Jahren. Die Nachfrage und auch die Aufgabenbereiche seien im Laufe der Zeit immer größer geworden, so Rühr. Angefangen hat alles 2009 mit der Begleitung von Familien mit erkrankten Kindern. Inzwischen gebe es auch eine Trauergruppe für Kinder und ein Gruppenangebot für Jugendliche und Kinder, deren Eltern lebensbedrohlich erkrankt sind. Auf einem Erlebnishof in den Hüttener Bergen wird ihnen geholfen, mit der schwierigen Situation besser zurecht zu kommen. „Wir wollen ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind“, so Rühr.

Für Tanja Engel sei die Arbeit eine „ wertvolle Aufgabe und eine Lebensbereicherung“. Dass sie einen bedrückt, könne sie nicht bestätigen. Die halbe Stunde Fahrt nach Hause helfe ihr dabei, den Tag Revue passieren zu lassen. Doch sie gibt zu: „Ich bin jeden Tag dankbar dafür, dass mein Kind gesund ist.“

Informationen zum Kinder- und Jugendhospiz (Denkerstraße 3) gibt es unter Tel. 0 43 31/943 71 41.

 

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