Rendsburg : Holzboot auf dem Stadtsee soll Zeichen für Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer setzen

Boote mit Symbolcharakter: Andreas Marx, Tatjana Owodow, Walter Wiegand und Ulrike Struve (von links) setzen sich mit der Aktion „Seetember – ein Papierboot in Not“, für die Rettung von Flüchtlingen im Meer ein.

Boote mit Symbolcharakter: Andreas Marx, Tatjana Owodow, Walter Wiegand und Ulrike Struve (von links) setzen sich mit der Aktion „Seetember – ein Papierboot in Not“, für die Rettung von Flüchtlingen im Meer ein.

Aktion „Seetember“: Kirchenvertreter eröffnen Interkulturelle Wochen mit einem symbolischen Akt.

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11. September 2019, 20:19 Uhr

Wenn die Organisatoren der Aktion „Seetember“ am Sonnabend ein  orangefarbenes Holzboot im Stadtsee zu Wasser lassen, besteht auch im Falle eines Schiffsunglücks keine Gefahr für Leib und Seele. Ganz anders gestaltet sich nach Ansicht von Walter Wiegand, Flüchtlingsbeauftragter im Kreis Rendsburg-Eckernförde, die Situation für Flüchtlinge, die sich auf dem Seeweg täglich in Lebensgefahr begeben.

Für uns ist die Rettung von Flüchtlingen ein Akt der Humanität. Walter Wiegand, Flüchtlingsbeauftragter im Kreis Rendsburg-Eckernförde
 

Die Aktion mit den orangefarbenen Papierbooten, die symbolisch für die Rettung von Flüchtlingen im Meer stehen, soll auf dieses Thema hinweisen. „Wir möchten ein Zeichen für die Menschenwürde setzen und auf das Thema aufmerksam machen. Für uns ist die Rettung von Flüchtlingen ein Akt der Humanität“, betont  Wiegand. Im Laufe des Monats werden zudem ein „Talk im Foyer“ und zwei Filmvorstellungen angeboten, die sich mit der Thematik befassen.

Kultur, Kulinarik und Musik

Mit dem Auftakt des „Seetembers“ beginnen offiziell die Interkulturellen Wochen, in denen sich Menschen jeden Alters im Zeichen der Vielfalt und Integration vom 14. September bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober miteinander vernetzen können. Neben kulturellen, kulinarischen und musikalischen Programmpunkten stehen unter dem Motto „Zusammen leben, zusammen wachsen“ in insgesamt 27 Veranstaltungen in den kommenden drei Wochen  auch Themen wie Lesungen, Theater, Filmvorführungen,  Sport, Feiern und Tanz auf der Agenda.

Die Aktionen sollen dabei einen zwanglosen Rahmen für einen interkulturellen Austausch bilden. Schirmherrin der Initiative ist Kreispräsidentin Dr. Juliane Rumpf.

Höhepunkt ist interkulturelles Fest

Bei der Vorstellung des Programms  betonten die Organisatoren vor allem das Gemeinschaftsgefühl, das durch die unterschiedlichen Aktionen und Angebote vermittelt werden soll. Der Höhepunkt der zahlreichen Programmpunkte ist dabei wie im vergangenen Jahr das „Interkulturelle Fest“ am 22. September in der Volkshochschule Rendsburg.

Die Vielfalt steht immer im Vordergrund. Aenne Thode, Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe
 

„Mein größter Wunsch ist, dass  die Veranstaltungen von vielen Menschen besucht werden und das Fest so bunt wie möglich wird. Die Vielfalt steht immer im Vordergrund“, sagt Aenne Thode von der Beratungsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Gemeinsam mit vielen Helfern  ist Thode eine der Hauptorganisatoren der vielseitigen Veranstaltungen.

Die Interkulturellen Wochen sind eine bundesweite Initiative, die 1975 von drei Kirchenorganisationen gemeinsam ins Leben gerufen wurde. Inhaltlich befassen sich die verschiedenen Programmpunkte inzwischen vor allem mit der Integration von Flüchtlingen.

Das bieten die Interkulturellen Wochen

Aktion „Seetember“:
Sbd., 14. September, 11 Uhr: Opening am Rendsburger Stadtsee mit der Aktion „Seetember – ein Papierboot in Not“

So., 15. September, 11 Uhr: Filmvorführung „Iuventa“ im Kinocenter mit Diskussionsrunde. Eintritt: 6 Euro

Do., 19. September, ab 19.30 Uhr: Talk im Foyer zum Thema „Seenotrettung“

Do., 26. September, 19.30 Uhr: Filmvorführung „Eldorado“ im Schauburg Filmtheater. Eintritt: 6 Euro, ermäßigt: 4 Euro.

Weitere Veranstaltungen (Auswahl):

So., 22. September, 14 - 22 Uhr: Interkulturelles Fest in der Volkshochschule. 

Di., 24. September bis Fr., 27. September, täglich  14 - 17 Uhr: Vielfältige Spiele im Stadtteilgarten  Mastbrook.

Di., 1. Oktober, 16.30 - 18 Uhr: Lesung „Ramas Flucht“ in der Stadtbücherei im Kulturzentrum auf Deutsch und Arabisch.

Mi., 3. Oktober, ganztägig: Tag der offenen Moschee mit Vorträgen und Führungen.

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