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Staugefahr : Hollesenstraße – bald ein Nadelöhr?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ab morgen kann es in der Hollesenstraße eng werden. Es beginnen umfangreiche Bauarbeiten in der rund 90 Meter langen Sackgasse „Am Grünen Kranz“ die voraussichtlich erst im März 2015 beendet sein werden.

Ab morgen kann es in der Hollesenstraße eng werden. Es beginnen umfangreiche Bauarbeiten in der rund 90 Meter langen Sackgasse „Am Grünen Kranz“ (Foto links), die voraussichtlich erst im März 2015 beendet sein werden. Teilweise wird es nötig sein, im Kreuzungsbereich „Am Grünen Kranz“ – Eckernförder Straße eine Fahrspur der B 203 zur sperren. Das bedeutet für die Fahrer nach und aus Richtung Fockbek, Heide und Friedrichstadt zumindest zeitweise Behinderungen. Auch die Anwohner müssen mit Beeinträchtigungen rechnen, erklärt Heiko Hinrichsen vom Fachbereich Tiefbau im der Stadt.

Grund für die Arbeiten ist eine lange Mängelliste: „Am Grünen Kranz“ ist eine Sackgasse mit Geschäften und Arztpraxen, aber ohne Wendehammer, mit einem alten Straßenbelag und einer schlechten Entwässerung. Drei Ausbauvarianten wurden von der Stadt vorgeschlagen. Die Entscheidung für eine von ihnen ist gefallen – zum Bedauern von Heiko Hinrichsen für Variante 0. Diese ist die kostengünstigste, aber auch jene, die keinen Wendehammer vorsieht. „Die Stadt besitzt hier keine Flächen“, erklärt der Mann aus dem Tiefbauamt. Aus diesem Grund musste mit den Anwohnern verhandelt werden. Hinrichsen hat zahlreiche Vorschläge gemacht, aber letztlich gab es keine hundertprozentige Zustimmung und keine Möglichkeit für die Stadt, Flächen zu kaufen. Ein Wendehammer wäre laut Hinrichsen sinnvoll, damit Kranken- und Müllwagen ohne Probleme drehen können. Die Stadt hat Kontakt mit der Abfallentsorgung (AWR) aufgenommen. „Die Wagen fahren weiterhin in die Straße – so lange sie auf privaten Flächen wenden können“, lautete die Antwort.

Aber auch ohne Wendehammer soll sich die Verkehrssituation verbessern. Bisher ist der Straßenbelag in der ehemaligen Privatstraße sehr uneinheitlich – so verläuft mitten in der Fahrbahn plötzlich ein Bordstein. Nun werden Fahrbahn, Parkstreifen und Gehweg durch verschieden farbige Betonsteine optisch unterteilt. Dass die Einmündung der Straße versetzt wird, hat jedoch keine verkehrstechnische Ursache. Die bisherige Straße verlief über ein privates Grundstück. Eine Nutzungsvereinbarung von 1975 erlaubte dies. Die Bauarbeiten ermöglichten dem Eigentümer, seine Erlaubnis zurückzuziehen. Nun wird die Einmündung in Richtung Westen verschoben. Das bedeutet, dass die Ampel verlegt werden muss. Diese Arbeiten werden auf jeden Fall Auswirkungen auf den Verkehr in der Hollesenstraße haben.

Das gilt auch für die Erneuerung der Entwässerung. Zur Ableitung des Regenwassers von Straße und Grundstücken wird ein neuer Hauptkanal im Bereich der Fahrbahn „Am Grünen Kranz“ gelegt. Dieser verläuft in Richtung Hollesenstraße; dort wird der Regenwasserkanal mit dem Zulauf zum Regenrückhaltebecken „Am Seekenbek“ verbunden. Dafür muss der Kanal durch den Bereich der Bushaltestelle verlegt werden. Das wiederum heißt: In dieser Zeit wird die Haltestelle in die Fockbeker Chaussee vorverlegt.

Für die Stadt bedeuten die umfangreichen Maßnahmen Kosten in Höhe von 220 000 Euro – darin enthalten ist auch eine neue LED-Beleuchtung für die Straße „Am Grünen Kranz“.

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erstellt am 14.Okt.2014 | 14:27 Uhr

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