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Landeszeitung

13. Dezember 2017 | 02:30 Uhr

Holger Diehr zieht’s nach Fockbek

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

CDU-Ratsherr will unabhängiger Bürgermeisterkandidat werden

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 10:35 Uhr

Ein Rendsburger CDU-Ratsherr möchte hauptamtlicher Bürgermeister in Fockbek werden. Der 43-jährige Holger Diehr will sich als unabhängiger Kandidat um die Nachfolge von Pierre Gilgenast (SPD) bewerben, der seit acht Monaten Verwaltungschef im Rathaus der Kreisstadt ist.

Der erste Schritt ist getan: Holger Diehr, Polizeihauptkommissar beim Landespolizeiamt in Kiel, hat sich bei Gemeindewahlleiter Bernd Brommann die Unterlagen für eine Bewerbung abgeholt. 95 Unterstützer-Unterschriften werden benötigt.

Für den Wahlgang am 10. November rechnet Diehr sich dank Ausbildung, kommunalpolitischer Erfahrung und Verbindungen zu Fockbek gute Chancen aus. Er hat Verwaltung mit dem Abschluss Diplom-Verwaltungswirt studiert. Seit 2008 gehört Diehr der Ratsversammlung an. Von 2008 bis 2013 war er auch Abgeordneter seiner Partei im Kreistag, dem er jetzt noch als bürgerliches Mitglied angehört. Im CDU-Ortsverband Rendsburg nimmt der in Kiel geborene und in Krummwisch-Kleinkönigsförde aufgewachsene Diehr die Ämter des stellvertretenden Vorsitzenden und Schatzmeisters ein.

Holger Diehr wohnt in Seemühlen-Nord unmittelbar am Ortsrand. „Wenn ich aus dem Fenster in der Bertha-von-Suttner-Straße sehe, blicke ich direkt auf die Fockbeker Straße Brewisch“. Die Einkaufsziele der Familie lägen jetzt schon in der Rendsburger Straße und im Gebiet Disshorn. Viele Sportkameraden in seinem Verein, dem TuS Rotenhof, kämen aus der Nachbargemeinde und hätten ihm ihre Unterstützung zugesagt.

Die gewährt dem Ratsherrn auch die Fockbeker CDU, der sich Diehr zunächst in einer Sitzung von Vorstand und Fraktion vorgestellt hat. „Wir können ihn uns als Kandidaten vorstellen“, sagte Ortsverbands- und Fraktionsvorsitzende Ulrike Buttgereit. „Er hat die Qualifikation, kann in seiner sympathischen Art auf die Leute zugehen und ist der Typ, die Position auszufüllen.“ Die CDU Fockbek will keinen eigenen Bewerber aufstellen, weil sie nach wie vor das Ehrenamt favorisiert.

Zugehen will Diehr auch auf die anderen Fraktionen in der Gemeindevertretung, um die Unabhängigkeit der Bewerbung zu unterstreichen. So könnten alle Akteure eingebunden werden, um später festzulegende gemeinsame Ziele zu erreichen.

Vor einem Jahr hatte Diehr eine Niederlage im Rennen um den CDU-Kandidaten für das Rendsburger Bürgermeisteramt einstecken müssen. Damals war er Björn Will unterlegen, der allerdings bei der Wahl gegen Gilgenast keine Chance hatte.

Als Erster den Hut in den Fockbeker Ring geworfen hatte der FDP-Ortsverbandsvorsitzende Olaf Lauenroth, der von seiner Partei aufgestellt wurde. Nach dem Dafürhalten des früher der CDU angehörenden Steuerberaters ist es an der Zeit, „dass einmal ein wirtschaftlich versierter Mensch antritt“.

Die SPD wird nach den Worten ihres Ortsvereinsvorsitzenden Klaus Jung wahrscheinlich in einer Versammlung am 12. September ihren Kandidaten präsentieren, über den bis Ende nächster Woche entschieden werden soll. Es gebe drei männliche Aspiranten; eine Frau habe sich nicht gemeldet.


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