Handball : Hohn/Elsdorf mit Angsthasen-Handball in Schleswig

Gehalten: Hohns Torhüterin Andrea Groth kann den Wurf von Schleswigs Melanie Puttins abwehren.
Gehalten: Hohns Torhüterin Andrea Groth kann den Wurf von Schleswigs Melanie Puttins abwehren.

In fremder Halle blieben die SH-Liga-Handballerinnen der HSG einmal mehr unter ihren Möglichkeiten.

shz.de von
11. November 2013, 06:00 Uhr

Die HSG Kropp/Tetenhusen II hat sich in der Handball-SH-Liga der Frauen von der Niederlage der Vorwoche gegen Spitzenreiter SG Todesfelde/Leezen gut erholt und kam trotz widriger Umstände zu einem 22:18 (14:11)-Erfolg beim MTV Herzhorn. Nicht so gut lief es am Wochenende bei der HSG Hohn/Elsdorf. Der Aufsteiger verlor bei Slesvig IF mit 28:29 (9:15).

MTV Herzhorn – HSG Kropp/Tetenhusen II 18:22 (11:14)

Nur in der ersten Halbzeit bereitete die linke Angriffsseite der Gastgeber der HSG einige Probleme. „Wir haben unsere Deckung ein wenig umgestellt. Das hat die Lücken geschlossen“, freute sich Gäste-Trainer Gunnar Schlott, dass seine Taktik erfolgreich war. Überhaupt konnte Schlott mit der Vorstellung seiner Mannschaft hoch zufrieden sein. „Wir standen zeitweise nur mit einer gelernten Rückraumspielerin, drei Kreisläuferinnen und zwei Außen auf dem Parkett“, berichtete der HSG-Coach, der neben einiger krankheitsbedingter Ausfälle vor dem Anpfiff auch noch innerhalb des Spieles Ausfälle zu beklagen. Sonja Hermann brach sich einen Zahn ab, Jessica Kemle musste mit einer blutenden Nase vom Feld und die Grippe geschwächte Monika Näve konnte in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht mehr eingesetzt werden. „Wir mussten in der zweiten Halbzeit quasi ohne Auswechselspielerin auskommen“, sagte Schlott, der „die tolle Einstellung“ seiner Spielerinnen und den „Teamgeist“ lobte. Überragend waren einmal mehr Nicole Schlichting im Gehäuse, die zahlreiche Bälle parierte, und Katharina Niese, die nicht nur die Fäden zog, sondern auch vom Siebenmeterpunkt keine Nerven zeigte.

HSG Kropp/Tetenhusen II: Schlichtung – Naeve, Kemle, Jöns (2), Nina Petersen (3), Nora Petersen (5), Hermann (1), Niese (9), Brügmann, Sieck-Pahl (2).

Slesvig IF – HSG Hohn/Elsdorf 29:28 (15:11)

„Was wir auswärts derzeit zeigen ist Angsthasen-Handball. Ich hatte gehofft, meine Mannschaft würde sich nach der Niederlage in Treia am Riemen reißen, doch alle blieben in Schleswig unter Form“, meinte eine enttäuschte Hohner Trainerin Sünje Schütt. Anfangs hielt die HSG noch mit. Als sich dann aber Torfrau Mareike Ohm am Knie verletzte, lief nichts mehr zusammen. „Wir sind in der Deckung stets einen Schritt zu spät gekommen und auch vorne lief unser Tempospiel alles andere als optimal“, ärgerte sich Schütt, die zudem noch viele vergebene Chancen ihrer Mannschaft sah. In der Kabine sprach Schütt die Mängel lautstark an, doch das „Donnerwetter“ fruchtete zunächst nicht. Im Gegenteil: Über 15:18 geriet die Hohn/Elsdorf mit 17:23 ins Hintertreffen. Erst in der Schlussphase spielte die HSG wieder Handball und kam beim 25:25 erstmals zum Ausgleich. Die HSG ging sogar mit 27:26 und 28:27 in Führung, schaffte es aber nicht, den Vorsprung ins Ziel zu retten und musste in der Schlussminute das 28:29 hinnehmen.

HSG Hohn/Elsdorf: Ohm, Groth – Plöhn, Herbst (10/5), Hagge, Bruhn (2), Roher (6), Ketelsen (3), Ramm (3), Krippeit, Schütt, Gahnz, Horn (2), Stürken (2).

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