Handball : Hohn/Elsdorf freut sich auf den Kiez

Will auf St. Pauli jubeln: Hohn/Elsdorfs Jörg Gosch.
Will auf St. Pauli jubeln: Hohn/Elsdorfs Jörg Gosch.

Am Sonnabend nimmt die HSG Hohn/Elsdorf in der Oberliga HH/SH den dritten Anlauf, beim FC St. Pauli etwas Zählbares mitzunehmen.

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07. November 2013, 23:35 Uhr

Enthusiastische Fans, Haftmittelverbot und eine heimstarke Mannschaft. Spieler und Trainer der HSG Hohn/Elsdorf wissen, was sie auf St. Pauli erwartet. Wie so viele andere Oberligateams probierten auch Thies Schmalfelds Handballer Jahr um Jahr vergeblich, auf dem Kiez zwei Punkte einzufahren.

Am Sonnabend folgt ab 19 Uhr der dritte Anlauf. „Ich freue mich auf das Spiel“, erklärt der Trainer. Zwar nervt natürlich das Wachsverbot, allerdings sind die Partien in der Sporthalle Budapester Straße jedes Mal schöne Erlebnisse. „Das wird sicherlich wieder eine geile Stimmung, auch wenn man damit umgehen können muss. Aber wir haben ja selbst immer eine volle Halle, sollten das also gewohnt sein“, sagt Schmalfeld.

Erschwerend kommt diesmal hinzu, dass der Gegner insgesamt erst fünf Minuspunkte hat. Das bedeutet zurzeit den vierten Tabellenplatz und einige glauben, dass es St. Paulis bisher beste Oberligasaison werden wird. Für die HSG zählt nur, die Klasse zu halten. Momentan ist sie zwar Siebter, jedoch nur drei Punkte vom drittletzten Platz entfernt. Dennoch behält Schmalfeld die Ruhe. „Wir müssen momentan gegen die vier besten Mannschaften spielen, da hätten wir schon richtig viel erreicht, wenn nur zwei Punkte abfielen“, sagt Schmalfeld. In Hamburg plant er den Gegner mit dessen eigenen Waffen zu schlagen. „St. Pauli spielt eine knackige 6:0-Abwehr und versucht, möglichst schnell zu einfachen Toren zu gelangen. Das werden wir auch tun“, so der Trainer. Was sich anhört wie das Patentrezept für jedes Spiel, hat auch den Hintergrund, dass Trick- und Rückraumwürfe ohne Wachs weniger Erfolg versprechend sind als mit und daher die Ausnahme bleiben sollen. „Man muss allerdings mal deutlich sagen, dass St. Pauli nicht nur gewinnt, weil die ohne Backe spielen. Die haben einfach eine starke Mannschaft“, stellt Schmalfeld klar und hat dabei unter anderem Neuzugang Michael Williams im Blick.

Der junge Mittelmann genoss die Jugendausbildung der SG Flensburg-Handewitt und zieht nun die Fäden bei den Hamburgern. Zu den besten Torschützen gehören allerdings andere. Jan-Niklas Rode, Klaus Häfele und Ben Leger lauten die Namen, die sich die Hohner Deckung merken sollte. „Insgesamt bin ich zufrieden, wenn wir uns wie gegen Ellerbek nichts vorwerfen müssen und eine ähnlich gute Einstellung zeigen. Dann wollen wir erst mal sehen, wie das Spiel läuft“, meint Schmalfeld.

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