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Sportvereine in Rendsburg : Höhere Gebühren: Vereine wehren sich mit Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Geplante Gebührenerhöhung sorgt für Unmut bei den Rendsburger Sportvereinen: Sie konnten die Politiker schließlich umstimmen.

Die Rendsburger Sportvereine können aufatmen: Sie müssen mit keiner Gebührenerhöhung für die Nutzung der städtischen Sporthallen rechnen. Der eindringliche Appell von zwei Vereinsvertretern zeigte Wirkung, sodass der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport den Preisanstieg am Mittwochabend ablehnte.

Der Beschluss lag eigentlich schon vor. Eine Erhöhung von drei Euro pro Stunde auf sechs für die außerschulische Nutzung einer Sporthalle war darin vorgesehen und auch der Betrag für Turn- und Gymnastikhallen sollte sich verdoppeln. Zusätzlich sollte eine Nutzungsgebühr für die Sportplätze Nobiskrug und Rotenhof eingeführt werden – und das alles mit dem Ziel, den Haushalt und höhere Nebenkosten auszugleichen. Was das aber für die Vereine bedeuten würde, machte Hans-Joachim Sommer, zweiter Vorsitzender des Rendsburger TSV, deutlich: „Für uns heißt das, dass wir unser Angebot deutlich reduzieren müssen. Denn unser Etat reicht für die jährlichen Mehrkosten von 5500 Euro nicht aus“, sagte er. Als zweite Konsequenz müsste der Verein die Gebühren für Mitglieder erhöhen. Dabei habe man jetzt schon 140 Jugendliche, die nur durch einen Bildungsgutschein das Angebot wahrnehmen können. Norman Nibbe vom Basketballclub unterstützte Sommer in seine Meinung und drückte seine Betroffenheit aus: „Es treten jetzt schon einige aus finanziellen Gründen aus. Das ist ein sehr schambehaftetes Thema. Mit einer Erhöhung werden es sicherlich noch mehr.“

Doch ihrer Forderung, den Beschluss abzulehnen, kam der Ausschuss nicht sofort nach. Die SPD-Fraktion wollte das Thema erst einmal vertagen und stieß mit diesem Antrag auf reichlich Gegenwind: „Die Vereine wollen, dass wir ein Zeichen setzen. Und das müssen wir auch. Und das müssen wir heute, hier und jetzt tun“, ermahnte Maximilian Kecht (CDU) und überzeugte schließlich auch die anderen Mitglieder. Über eine Gebührenerhöhung für die kommerzielle Nutzung von Hallen und Plätzen soll allerdings später noch einmal beraten werden. Doch das war längst nicht der einzige Punkt, über den die SPD an diesem Abend nicht abstimmen wollte. Erweiterung des Lehrerzimmers an der Herder-Schule – vertagt. EDV-Konzept für Schulen – vertagt. Zuschuss für die Dansk-Zentralbibliothek – vertagt. Mehr Gelder für die Jubiläumsfeiern der Städtepartnerschaften – vertagt. Und auch die Entscheidung über eine Gebührenerhöhung für die Stadtbücherei wurde erst einmal verschoben.

Selbst die Leiterin der Stadtbücherei Deike Neumärker zeigte sich verwundert über diese Entscheidung. Vor der Sitzung hatte sie gegenüber der Landeszeitung deutlich gemacht, dass die Erhöhung von 15 auf 18 Euro im Jahr zu verschmerzen sei. Sie hatte eigentlich mit einer Entscheidung im Ausschuss gerechnet.

Über einen Tagesordnungspunkt waren sich die Mitglieder aber von Beginn an einig und konnten so auch einen Beschluss fassen: die verstärkte Zusammenarbeit der Rendsburger Schulen.

 

 

 

 

 

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erstellt am 07.Nov.2014 | 05:02 Uhr

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