Kanaltunnel Rendsburg : Höhenkontrolle „light“ kommt im Dezember

Die Höhenkontrolle über der Bundesstraße 77 nördlich des Kanaltunnels.
Die Höhenkontrolle über der Bundesstraße 77 nördlich des Kanaltunnels.

Die Kanalverwaltung bessert auf öffentlichen Druck nach: Ein Frühwarnsystem für Lastwagen soll die Zahl der Staus verringern.

shz.de von
23. Mai 2018, 10:13 Uhr

Der Straßentunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal bekommt ein Frühwarnsystem für zu hohe Laster. Es soll die bestehende Höhenkontrolle ergänzen und die Zahl der Staus reduzieren. Bislang werden überhohe Fahrzeuge erst kurz vor dem Tunnel gestoppt. Dadurch blockieren sie in ihrer Fahrtrichtung den Verkehr. Die neue Anlage soll Höhensünder bereits weit vor dem Kanaltunnel erkennen und deren Fahrer per Blinklicht und LED-Warntafeln dazu auffordern, eine alternative Route zu nehmen. Diese Änderung kündigten Vertreter der mit dem Tunnel befassten Behörden im Rendsburger Kreishaus an. Die Vorhöhenkontrolle soll Anfang Dezember in Betrieb gehen. Die Kosten von voraussichtlich 250.000 Euro übernimmt die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.

„Wir erhoffen uns von dieser vorgezogenen Anlage deutlich weniger Auslösungen der Höhenkontrolle am Tunnel, wo Fahrzeuge wie in einer Sackgasse stehen, wenn sie die maximale Durchfahrtshöhe von vier Metern überschreiten. Durch die Vorkontrolle haben diese Verkehrsteilnehmer die Möglichkeit, die nächste Ausfahrt zu nehmen", sagte Landrat Dr. Rolf-Oliver Schwemer. Nach derzeitigem Planungsstand ist ein einjähriger Probebetrieb an zwei Standorten südlich des Kanals vorgesehen: An der B77, aus Jevenstedt kommend, in Höhe der Brücke Bramkamp und an der B202, aus Kiel kommend, in Höhe der Brücke Dorfstraße. 

In den ersten 20 Wochen des Jahres 2018 wurde die Höhenkontrolle auf beiden Seiten des Tunnels insgesamt 72 Mal ausgelöst. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 244 Vollsperrungen, davon mehr als die Hälfte südlich des Kanals. 

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